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1 Jahr traute Zweisamkeit

Fast genau ein Jahr ist es nun her, dass sich die Faustballer des TV Asberg und die des SV Schaephuysen in einer Kooperation und Spielgemeinschaft zusammen gefunden haben. Zeit also, für Sven Olßon und Michael Sonfeld als Front-Männer der Faustballer eine Jahresbilanz zu ziehen. Erster Ansatz für die Überlegungen zur Kooperation war das Regelwerk der Faustballbundesliga, das als Teilnahmeberechtigung zum Spielbetrieb die Meldung von mindestens 2 Jugendmannschaften vorschreibt.
Die sportliche Qualifikation hatten die Asberger 1. Herren in der vergangenen Wintersaison mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ja geschafft. Jetzt fehlte es an der Jugendarbeit im TVA. Beim SVS kann man diese seit Jahren erfolgreich vorweisen. Nur in den leistungsorientierten Seniorenbereich schaffen es die Jugendlichen im SVS nur selten. Da ein Großteil der Asberger Senioren selbst aus der SVS-Jugend stammt, weiß man also in Asberg, wie schwer es wegen der nicht vorhandenen Trainings- und Spielbedingungen im SVS ist, erfolgreich in den Seniorenbereich zu gelangen.

Nun gibt das Regelwerk den Faustballern die Gelegenheit, Spielgemeinschaften getrennt nach Feld- und Hallensaison zu nennen. Unter Einbeziehung der Hauptvorstände des TV Asberg und des SV Schaephuysen wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen die bestimmte, dass in der Hallensaison jeweils alle Mannschaften für den TVA und in der Feldsaison jeweils alle für den SVS an den Start gehen sollten.
Zur Sicherung der Jugendarbeit als Startbedingungen für die Bundesliga verpflichteten sich die Asberger Senioren die SVS-Jugendarbeit durch Trainereinsatz zu unterstützen.
Mit Guido Neuburg und Stephan Vogels für die Herren 1, Jens Grotstabel und Tim Steinnagel für die Herren 2, Marius Mai-Wolters und Harald Dirx für die A-Jugend, Lukas Monderkamp und Michael Sonfeld für die B-Jugend, Florian Sonfeld, Timo Tewes und Malte Rüter für die D-Jugend sowie Melanie Paessen für die weibliche Jugend stehen ausreichend Trainerressourcen für die kommenden Aufgaben aus beiden Vereinen zur Verfügung.

In der weiteren fruchtbaren sportlichen Zusammenarbeit gelang es wie berichtet, jetzt auch der 1. Herrenmannschaft für den SVS in die 2. Bundesliga Feld sowie der 2. Herrenmannschaft in die Landesliga aufzusteigen. Im Jugendbereich gelang die Teilnahme an den norddeutschen A-Jugendmeisterschaften, die Nominierung von Lars Vollmann in den A-Jugend-Auswahlkader des Rheinischen Turnerbundes zum Deutschlandpokal der Turnverbände sowie jetzt noch die erstmalige Teilnahme der B-Jugend an den Deutschen Meisterschaften in Lüneburg.
In den Organisationsformen und Geschäftsabläufen konnten die Voraussetzungen der beiden jetzigen Kooperationspartner unterschiedlich nicht sein. Da ja bekanntlich beim Geld die Freundschaft aufhört, legten die Verantwortlichen beider Vereine äußersten Wert darauf, gemeinsame Organisationsformen und Spielregeln für den klaren Umgang miteinander zu schaffen.

Die SVS-Faustballer bilden eine eigene Abteilung innerhalb des SV Schaephuysen mit Satzung und Vorstand.
Die Faustballer des TV Asberg bilden eine Leistungsgruppe in der Turnabteilung des TV Asberg. „Mit unserer Jugendlichen Unbeschwertheit sehen wir sicherlich viele Dinge einfach zu blauäugig, was auch oft gut so ist. Wir können aber auch schwerwiegende Fehler machen. Wir sind froh, dass wir mit Michael Sonfeld einen in der Vereinsführung erfahrenen Mitstreiter gefunden haben“ so die Einschätzung der Situation durch Sven Olßon.
Im ersten Schritt wurde ein Koop-Team als gemeinsamer „Vorstand“ mit klaren Aufgabenstellungen gebildet.
In der vergangenen Woche wurde dann das Finanzierungskonzept entworfen und die geplanten Finanzflüsse festgelegt. „Eine heikle und schwierige Aufgabe, die wir gemeinsam sehr gut gemeistert haben.

Ich bin sehr froh, dass wir mit so vielen und vor allen jungen Leuten eine schlagkräftige Gemeinschaft bilden. Mit Sven vom TVA und mir vom SVS als Frontleute, Robert Höfken und Timo Müscher für die Finanzen, für beide Vereine Stephan Vogels für den Seniorenbereich und Florian Sonfeld für die Pressearbeit sowie Homepage, Susanne Humpa und Sabine Gabert für die Jugend sind wir prima aufgestellt,“ so die Einschätzung von Michael Sonfeld zum Stand der Kooperation.
„Die Weichen sind gestellt, die Signale stehen auf grün. Jetzt müssen alle mit anpacken um den Zug auf Fahrt zu bringen. Und das wird uns sicherlich gelingen!“ sind sich Sven und Michael sowie ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter einig.
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