Niedrigzinsphase hilft Staaten und schadet dem Anleger

Das letzte HemdSeit der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 ist der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) stetig gesunken. Im Jahr 2016 erreichte dieser seinen Tiefstwert von 0%. Was für die Staaten ein Segen ist, erweist sich für Anleger als unrentabel. Denn die Sparer bekommen kaum Rendite auf ihr zurückgelegtes Geld. Die Aussichten auf die kommenden Jahre geben nur wenig Hoffnung, dass sich die Lage stabilisiert und Anleger künftig wieder profitieren.

Die EZB beabsichtigte im Jahr 2008, in der damaligen Wirtschaftskrise, Staaten und der europäischen Wirtschaft Investitionen zu ermöglichen. Dafür wurde der Leitzins zunächst um 0,5% auf 3,25% gesenkt. Für Anleger bedeutete das bereits ein bemerkenswerter Verlust der Rendite. Freuen konnten sich vor allem Unternehmen, die so Entlastungen erhielten. Der Sinn: Durch eine geringere Zinsbelastung sollten Banken in der Eurozone wieder leichter Kredite ermöglichen.
Bei einem Niedrigzins unter null, bedeutet dieser Schritt, dass Kreditnehmer weniger Geld zurückzahlen, als sie bei einem Kreditinstitut aufgenommen haben. Unternehmer sollten in die Zukunft investieren, beispielsweise eine neue Produktionsstätte errichten, den ökologischen Wandel unterstützen oder ihre Betriebe sichern. Neben der Wirtschaft sollten Krisenstaaten im Euroraum von der Finanzlast erleichtert werden, damit diese in die Wirtschaft und Bildung investieren. Privatpersonen wurden durch die Niedrigzinsphase in den letzten Jahren dazu animiert, Kredite aufzunehmen, um den Konsum zu fördern. Denn wo mehr produziert wird, wird nach Abnehmern verlangt.

Seit 2016 liegt der Leitzins bei 0%. Für Sparer ist das eine schwierige Phase, die bereits zu einem Dauerzustand zu werden scheint. Bei 0,2% Tagesgeldkonten lohnen sich derartige Konten nicht und es wird nach Alternativen gesucht. Die Deutsche Bank hat sich dazu Gedanken gemacht und zeigt weitere Möglichkeiten auf, wie Anleger von dem Niedrigzins auf ihre Weise profitieren können. Zudem gibt es in der heutigen Zeit weitere Wege, um auch ohne Banken Renditen zu erwirtschaften. Was früher nur den großen Vermögenden und Investoren vorbehalten war, ist nun auch für Kleinanleger ab 500,00 Euro möglich: Crowdinvesting.

Welche Lösung für einen geeignet ist, lässt sich nur individuell bestimmen. Das hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa der Lebensplanung, dem vorhandenen Vermögen oder der Risikobereitschaft. Deutsche Bürger agieren auf dem europäischen Finanzmarkt noch immer konservativ. Neue Investitionen werden skeptisch betrachtet, vielleicht auch deswegen, weil andere Staaten bisher zu sorglos mit ihren Finanzen umgegangen sind. Wer nur auf einen steigenden Leitzins der EZB hofft, wird vermutlich noch viel Geduld aufbringen müssen. Mit den richtigen Finanzpartnern an seiner Seite, lässt sich die Niedrigzinsphase erträglich gestalten und führt mit einer Portion gutem Willen zum Erfolg.

(Anzeige der Deutschen Bank)

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