Leichtsinnig unterwegs - Deutsche sorglos im mobilen Internet

Trojaner, Viren und Phishing sind Gefahren, vor denen es sich im Internet zu schützen gilt. Die Deutschen sind vorsichtig - zumindest zuhause. 86 Prozent der deutschen Internetnutzer verschlüsseln ihr hauseigenes WLAN. Für unterwegs besteht allerdings Nachholbedarf: So haben 77 Prozent der Befragten keine Firewall auf ihren Smartphones aktiviert. Das zeigt eine Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag der Telekom durchgeführt hat.
"Internetnutzer zeigen heute ein hohes Bewusstsein für Gefahren im Netz. Gerade beim mobilen Surfen muss dieses Bewusstsein aber noch geschärft werden", sagt Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance der Deutschen Telekom. Nur 29 Prozent der deutschen Smartphone-Surfer löschen regelmäßig Cookies und Surf-Verlauf. Und das obwohl 93 Prozent der Befragten mehrmals täglich via Smartphone im Internet unterwegs sind.

Ratgeber hilft Sicherheitslücken zu schließen
Mit ihrem neuen Ratgeber "Surfen? Aber sicher!" bietet die Deutsche Telekom Hilfestellung. "Die Kriminalität im Internet boomt, jede Minute gibt es neue Opfer", so Kremer. "Daher ist es besonders wichtig seine privaten Daten im Netz zu schützen. Mit unserem Ratgeber stellen wir dafür das Handwerkszeug zur Verfügung."

Augen auf beim Online-Kauf
Insgesamt 97 Prozent der deutschen Internetnutzer kaufen online. Auch Online-Banking ist gefragt: 76 Prozent wickeln ihre Bankgeschäfte im Netz ab. Nur zwei Drittel achten auf eine sichere SSL-Verschlüsselung. Sechs Prozent der Befragten gaben an, bereits Geld durch Online-Betrug verloren zu haben.

Verhalten in sozialen Netzwerken
63 Prozent der deutschen Onliner sind in mindestens einem sozialen Netzwerk Mitglied. Unterschiede gibt es vor allem im Umgang mit persönlichen Daten: Rund sechs Prozent der unter 30-Jährigen geben in sozialen Netzwerken ihre Mailadressen für alle sichtbar an, während 21 Prozent der über 60-Jährigen ihre elektronische Adresse offen kommunizieren. Ganz anders bei der Angabe des richtigen Namens: 39 Prozent der Silver-Surfer geben ihren realen Namen an. Die Jugend ist da mit 46 Prozent offener. Nur beim Gehalt sind sich alle einig: praktisch niemand postet sein Einkommen im Netz.