Internet Security Sicherheitssoftware - sicher im Netz surfen

In den Anfangszeiten des Internets verbreiteten sich Viren, die sich auf dem infizierten Rechner durch Bilder oder humorvolle Animationen zeigten. Inzwischen stammen die Schadprogramme aber nicht mehr von Freizeit-Hackern, sondern von Wirtschaftskriminellen. Datendiebstahl ist ein knallhartes Geschäft geworden. Security-Suits versprechen Schutz vor den Gefahren des Internets, können User aber nicht vor allen Schadprogrammen oder problematischen Webpages bewahren.

Die Gefahren aus dem Netz
Banking-Trojaner, gefälschte Bankseiten oder verdächtige E-Mails sind nur einige Beispiele für das sogenannte Phishing. Damit ist das Abfangen von Passwörtern oder TAN-Nummern gemeint, um mittels der geheimen Zugangsdaten Geld vom Online-Konto der Betroffenen abzubuchen. Auch ein gekaperter Shopping-Account kann genutzt werden, um Finanztransaktionen durchzuführen, von denen die Betroffenen nichts ahnen. International agierende Netzwerke stehen hinter der Onlinekriminalität, mit der Sicherheitslücken in Betriebssystemen oder Programmen genutzt werden. Ziel der Kriminellen sind Bankdaten, Kreditkartendaten oder andere wirtschaftliche Informationen, die sie weiterverkaufen. Die meisten Trojaner und Viren nutzen Lücken im Browser und infizieren Rechner etwa über Webpages. Die Anbieter von Anti-Viren-Software konzentrieren sich daher auf diese Einfallstore, bieten aber auch zusätzliche Security-Tools für eine doppelte Absicherung.

Was die moderne Internet Security Software kann
Das Vergleichsportal Netzsieger.de hat in einem ausführlichen Test alle großen Anbieter aktueller Internet Security Suites auf Herz und Nieren geprüft. Die Sicherheitssoftware funktioniert dabei genauso wie ein normale Antivirenprogramm, ist dabei aber besonders auf Bedrohungen aus dem Netz ausgerichtet. Sie überwacht ein- und ausgehende Verbindungen und schlägt im Falle eines Virenfunds Alarm. Die Anbieter solcher Sicherheitssoftware bieten als Schutz zusätzlich sogenannte Sandbox-Systeme. Der Browser wird dabei vom Rest des Rechners abgeschirmt und so landen ungewünschte Downloads oder Cookies ebenfalls im Zwischenspeicher des virtuellen Sandkastens. In anderen Bereichen des PCs, insbesondere den Systemdateien, werden keine Änderungen vorgenommen. Eine spezielle Banking Suite wurde für Nutzer des Online-Bankings entworfen. Diese stellt einen zusätzlich abgeschirmten Browser für Bankgeschäfte über das Internet bereit. Die meisten Virensuites blockieren zudem den Zugang zu verseuchten Websites, dabei schalten Sie einen Proxy ein - eine Schnittstelle zwischen Rechner und dem Internet.

Link-Checker kennzeichnen dabei die Ergebnisse einer Google-Suche, ob diese auf korrumpierte Seiten verweisen und markieren entsprechende Funde. Dies gilt ebenso für Links in sozialen Netzwerken. Einige Programme testen sogar Risiken des Datenschutzes und teilen ihren Nutzern mögliche Gefahrenquellen mit. Wichtig bei solchen Lösungen ist die Usability, d.h. die einfache Menüführung und eine gering beanspruchte Systemlast. Die Programme dürfen den Rechner nicht zu sehr ausbremsen, gerade weil sie dauerhaft laufen. Weil auch Kinder die Online-Welt entdecken, sind darüber hinaus Programme gefragt, die ungeeignete Seiten blockieren oder nur einzelne Webpages für die Kleinen zulassen.

Foto: C. Klinkenberg  / pixelio.de

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