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Stadt will bei Suche nach Schulbusservice für Marienbaum helfen

Xanten. Der DBX wird einen neuen Mitarbeiter einstellen, der im Umfang einer halben Stelle sowohl am Hauptstandort in Xanten als auch im künftigen Teilstandort Marienbaum die Aufgaben eines Schulhausmeisters übernimmt. Die Einstellung und Auswahl wurde in Abstimmung mit der Schule getroffen, um auf diesem Weg eine gute Perspektive für die Entwicklung beider Schulstandorte zu gewährleisten. Der vereinbarte Stundenumfang stellt für beide Schulstandorte im Verhältnis zur aktuellen Situation eine Verbesserung dar. Die bisherigen - im Übrigen entgeltlichen und nicht „ehrenamtlichen“ - Arbeitsverhältnisse, welche lediglich noch im sogenannten „Schließdienst“ mit einem reduzierten Stunden- und Aufgabenumfang geführt wurden, sind zum 31.12.2015 zuerst für die Schule Vynen - nebst Turnhalle und nunmehr auch perspektivisch für den Grundschulstandort Marienbaum auslaufend.

Der Verwaltung ist sehr wohl bewusst, dass der seit 2009 durch den Förderverein eingesetzte Bus zur Beförderung von Schülerinnen und Schülern zur Grundschule in Marienbaum zum damaligen Zeitpunkt ausschlaggebend für die Einhaltung der erforderlichen Klassenstärke und damit für den Fortbestand der Schule war. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat nicht nur die Stadt, sondern auch die Sozialstiftung in den letzten Jahren oftmals finanzielle Schützenhilfe geleistet.
Als „Dauermodell“ war jedoch auch seitens des Fördervereins der Buseinsatz nie geplant. Bereits in den letzten Jahren wurde auch seitens des Fördervereins im Hinblick auf das Alter des eingesetzten Busses, darauf hingewiesen. Eine evt. Kündigung würde ohnehin nicht unmittelbar sondern erst nach dem Schuljahr 2015/16 wirksam und die Stadt hat dem Förderverein in Aussicht gestellt, gemeinsam nach alternativen Finanzierungsmodellen für den ehrenamtlichen Schulbusservice zu suchen. Insofern steht die Schulverwaltung gerne - gemeinsam mit dem Schulleiter - für Gespräche bereit, um mit dem Ehrenamtsteam bzw. dem Förderverein für die aktuell noch beförderten Kinder eine finanziell tragfähige Lösung zu finden.
Leider liegen weder der Schulleitung noch der Stadt aktuelle Angaben zu Zahl und Herkunft der beförderten Kinder vor, so dass vor konkreten Berechnungen zunächst vom Förderverein die notwendigen Informationen bereitgestellt werden müssten. Für die zukünftigen Schulkinder nach Auslaufen der ehrenamtlichen Busbeförderung gelten dann die Regelungen, wie für alle anderen Schülerinnen und Schüler aus Xanten und den umliegenden Kommunen auch.

Keinesfalls trifft es zu, dass mit Beendigung des ehrenamtlichen Busdienstes 12-14 Schulkinder plötzlich „auf der Straße stehen würden“ wie von der BBX suggeriert, betont Bürgermeister Thomas Görtz. Für einige der beförderten Kinder bestünde auch die Möglichkeit zur Nutzung der normalen Buslinien und des kostengünstigen „Schokotickets“ für 6,- € im Monat, wie für andere Schulkinder auch. Sollten Eltern ihre Kinder, wie auch häufig auch an anderen Schulen praktiziert, selbst zur Schule fahren, würde die Stadt auf Antrag Fahrtkosten nach der Schülerfahrkostenverordnung erstatten.

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