Petra Strenk scheidet aus der CDU aus

Xanten. Mit Datum vom 23.01.2020 tritt Petra Strenk, langjähriges CDU- und Ratsmitglied aus der CDU und der Fraktion im Rat der Stadt Xanten aus. „Nach reiflicher Überlegung meinen Austritt aus der CDU und der CDU-Fraktion im Rat Xanten erklärt.“ Seit 2007 ist Petra Strenk CDU-Mitglied, seit 2009 auch im Rat der Stadt Xanten aktiv. Ihr Ratsmandat werde sie bis zur kommenden Kommunalwahl weiter verantwortungsbewusst für die Stadt und im Interesse der Bürger wahrnehmen, teilt Petra Strenk der Redaktion am gestrigen Freitag mit. Das sei genau der Punkt, so die Vynenerin: „ Das war in den letzten Jahren leider in der CDU-Fraktion immer weniger möglich. Bei einer politischen Partei muss die Interessenvertretung der Bürger die oberste Priorität sein. Ehrlich und offen müssen auch Schwachstellen angesprochen werden, gerade vor einer Wahl und nicht erst danach. Ich werde weiterhin für die Werte, für die ich einstehe, eintreten. Dazu gehört ein nachhaltiger Umgang mit den Einnahmen und Ausgaben der Stadt. So entspricht die aktuelle Ausgabenpolitik der Stadtspitze nicht meinem Verständnis für ein sorgsames und sparsames Handeln mit dem Geld der Bürger, unserer Steuergelder.“

Investitionen für die Zukunft seien wichtig, aber eine Steigerung der laufenden Ausgaben auf „Pump“, ohne Strategie, entspräche nicht ihren Vorstellungen. Als Diplom-Kauffrau habe sie gelernt, Entwicklungen und Entscheidungen auch für die Folgejahre zu bedenken. Drohe einer Stadt ein Haushaltssicherungskonzept, sei offen und ehrlich auf die Probleme hinzuweisen - nur so können Lösungsmöglichkeiten gefunden werden.
In Xanten ist die Kostenstruktur der Stadt so weit gestiegen, dass Steuererhöhungen in erheblichem Umfang quasi „erzwungen“ werden. Strenk:„Wir sind es unseren Bürgern schuldig, dieses auch auszusprechen.“ So sei es  für sie  eine Befreiung, endlich ungebremst auch die unbequemen Fragen stellen zu können, erklärt Petra Strenk im Gespräch mit der Niederrheinzeitung.

Der Einsatz für den Bürger müsse ohne Einschränkung im Vordergrund stehen, hier besteht Handlungsbedarf. „Mein persönliches Ziel ist es, die Bürger in wichtigen Belangen zu unterstützen,“ so Strenk.
Bei der Poststraße kämpfen die Anwohner seit 2017, um aus dem anfangs strikten „Geht-Nicht“ der Stadt mehr zu machen. Dabei geht es um das Umsteuern des innerstädtischen Durchgangverkehrs für LKWs auf den Weg ins Gewerbegebiet - bei bereits vorhandenen Umgehungsstraßen. Belieferungen in die Stadt sind selbstverständlich ausgenommen. „Andere Städte machen es erfolgreich vor: Alpen, Wesel, Rees und viele weitere. Der Schutz unserer Bürger vor Lärm, Abgasen und unnötigen Risiken bei vorhandenen Umgehungsstraßen sollte uneingeschränkt im Vordergrund stehen. Unsere Verwaltung aber argumentiert, das Altenheim und die durchgängige Wohnbebauung seien ein Lärmschutzwall für den Kurpark. Wichtige Projekte brauchen Unterstützung, keine Verhinderung. Dass es geht, zeigen die Nachbarkommunen“, erklärt Petra Strenk weiter.

Auch bei den Wirtschaftswegen bestehe nach wie vor Handlungsbedarf. Eine grundlegende Klärung der Finanzierung und der weiteren Vorgehensweise sei nach wie vor noch nicht abschließend erarbeitet. Eine ehrliche Politik informiere Anwohner vor jeder weitergehenden Entscheidung. Nur durch den Einsatz der engagierten Interessengemeinschaft seien die horrenden Summen bekannt geworden, die Anlieger ursprünglich für eine Sanierung der ländlichen Wege hätten zahlen sollen. Dank des Einsatzes der Anlieger werden jetzt alternative Finanzierungsmöglichkeiten erarbeitet.

Nach wie vor sei aber keine abschließende Regelung getroffen. „Es gibt viel zu tun! Ich werde mich weiterhin aktiv für die Bürger und eine gesunde Entwicklung der Stadt einsetzen,“ verspricht Petra Strenk.