FBM will Moerser Streichelzoo erhalten

Streichelzoo soll erhalten bleibenMoers. Im Moment sind kaum noch Tiere im Moerser Streichelzoo. Ein paar Schafe und Vögel in der gespendeten Voliere sind von dem einstigen Besucher-Magneten an Gut-Wetter-Tagen übriggeblieben. Die anderen Tiere sind an den kostenpflichtigen Betreiber KALISTO als Attraktion für die Landesgartenschau (Laga) in der Nachbarstadt umsonst ausgeliehen worden. Alle Fraktionsvorsitzenden im Moerser Stadtrat haben diesem einhellig zugestimmt. Allerdings arbeitet inzwischen zeitgleich die Verwaltung alte Vorlagen den beliebten Streichelzoo zu schließen für eine Beschlusslage im Herbst auf. Anstelle der jahrelangen Attraktion Kamerunschafe, Gänse, Alpakas, Mini-Schweine und Co. zum Gucken, Bestaunen und Streicheln für Kinder mit ihren Eltern und Großeltern wird die Umwidmung in ein sogenanntes „Grünes Klassenzimmer“ mit Naturschutzverbänden und Hegering favorisiert.

Bei den Fraktionsmitgliedern der Freien Bürgerliste Moers (FBM) kommen derzeitig Zweifel auf, ob die im Rahmen des nachbarstädtischen Miteinanders ausgeliehenen Tiere nach der Landesgartenschau in die Grafenstadt zurückkehren werden. Das aktuelle Wiederaufgreifen von den nicht zu Ende gearbeiteten Verwaltungsvorschlägen und Entscheidungsgrundlagen aus 2017 wirkt auf die Freien Bürger, dass durch die Ausleihe eine Entscheidung gegen Bankverbindung Volksbank Niederrhein IBAN DE76 3546 1106 1715 1710 11 BIC BKGENODED1NRH den Streichelzoo durch die Hintertür geschehen könnte. „Die FBM ist natürlich weiterhin für einen Erhalt des Moerser Streichelzoos. Wir begrüßen, dass sich die parteilose Bürgermeisterkandidatin Diana Finkele mit einer eigenen Aktion unserem dringenden Anliegen für Moerser Familien anschließt“, erklärt Paul Süßer der Fraktionsvorsitzende der Freien Bürgerliste in Erwartung, dass sich eine einhellige Front im politischen Moers für den Fortbestand des Streichelzoos findet.

„Andere Nachbarstädte bauen sich einen Tierpark auf, während Moers umsonst Tiere dorthin verleiht. Sie haben gesehen, dass es die Attraktivität der Stadt steigert. Eine Nachfrage besteht, sonst würde ein Betreiber dies nicht mittragen“, fasst Ratsherr Otto Laakmann zusammen, um Bürgerinnen und Bürger zu bitten, dem Streichelzoo leihweise ihre Tiere zur Verfügung zu stellen. „Wir können unseren Moerser Streichelzoo gerade jetzt zu Zeiten der Pandemie nicht so einsam lassen. Während Betreuungs- und Freizeiteinrichtungen wie Kindergärten, Kitas, Schulen, Jugendheime und Spielplätze geschlossen sind, braucht Moers eine sinnvolle Attraktion für Kinder und Familien. Die Tiere mit ihrem hohen sozialen, psychisch-emotionalen und pädagogischen Nutzen fehlen vielen Moerser Familien“, benennt Laakmann weitere Gründe.