Auswirkungen der Corona-Krise auf ambulante Hilfen, Kindeswohlgefährdungen und KiTa-Betreuung

Kreis Wesel. Zahlreiche Angebote der Jugendhilfe konnten nicht wie gewohnt durchgeführt werden, Familien waren häufig sozial isoliert. Deshalb möchte sich DIE LINKE im Kreistag Wesel über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Jugendhilfe informieren „Wir haben natürlich die Sorge, dass Kindeswohlgefährdungen später und nur schwer entdeckt werden, wenn Kinder sich nur zuhause und nicht in KiTas oder Schulen aufhalten“, erläutert die jugendhilfepolitische Sprecherin der Kreistags-LINKEN, Barbara Wagner eine Anfrage ihrer Fraktion. Konkret möchte DIE LINKE wissen, wie sich Inobhutnahmen entwickelt haben und wie ambulante Hilfen angesichts der Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten oder angepasst werden konnten.

Zudem soll im Jugendhilfeausschuss auch über den Notbetrieb in den Kindertagesstätten des Kreises berichtet werden. „Die Politik sollte über die Schwierigkeiten, die nun auch mit der Wiederaufnahme des regulären Betriebs verbunden sind, gut unterrichtet werden“, meint Barbara Wagner.
Dazu gehört auch die Frage, wie der Kreis Wesel besonders von Corona gefährdete Mitarbeiter*innen des Jugendamtes vor Ansteckungen schützt, zum Beispiel, indem sie nicht für direkte Bürgerkontakte eingesetzt werden. Beantwortet werden die Fragen in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. Juni 2020.