NIAG-Rekommunalisierung falscher Weg

Den Versuch der Kreis-SPD, gemeinsam mit den Grünen und der VWG, wieder die ungeteilte Macht des Kreises bei der NIAG zu bekommen, lehnt die Moerser CDU ab. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass dabei ein für die Kommunen hoch defizitärer Personennahverkehr entstanden sei.
CDU Pressesprecher Ingo Brohl hält das Szenario für unrealistisch: „Weder den Aufkauf der Mehrheit des Unternehmens, noch eine Betriebsführung unter ausgeschalteten Markterfordernissen können sich der Kreis und die Kommunen leisten. 
Diese Initiative ist ein reiner Showantrag einer nach links außen driftenden SPD. Der Staat, oder besser gesagt, in diesem Fall der Kreis und die Kommunen sind nicht der bessere Unternehmer. Es wäre wieder mit neuen Schulden, steigenden Ticketpreisen und oder Qualitätseinbussen im ÖPNV zu rechnen.“
Bei den notwendigen, anstehenden Anpassungen der NIAG-Verwaltungsgröße fordert die CDU Moers aber, dass diese sozialverträglich geschehen. Dafür hätten auch der Landrat und die Kreisvertreter im Aufsichtsrat zu sorgen. CDU Fraktionsvorsitzender Klaus Rudatsch zieht Parallelen: „Wir wissen doch auch aus anderen Privatisierungen, dass es zu solchen Zeitpunkten immer zu Verunsicherungen kommt.

Aber da muss man als Politik auch mal Steherqualitäten zeigen und darf nicht sofort aus wahltaktischen Gründen einknicken, zumal, wenn man weiß, dass alle anderen Lösungen gar nicht ziehen.“
Rudatsch verweist auch auf das vernichtende Urteil der Gemeindeprüfung in Bezug auf die überdimensionierte Moerser Stadtverwaltung: „Verwaltungen waren und sind für die SPD anscheinend nie ein schlanker, dienender Apparat, sondern immer ein machtpolitischer Spielball!“