CDU im Kreis Kleve fällt in alte Muster zurück

Zu den Äußerungen der Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Ulrike Ulrich, die rot-grüne Landesregierung würde den ländlichen Raum systematisch benachteiligen erklärt der Vorstand der Kreis Klever SPD nach seiner Sitzung:
Kaum ist die neue Landesregierung ein paar Wochen im Amt, weiß Ulrike Ulrich, die Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion schon, dass der ländliche Raum von der neuen Landesregierung systematisch bei wichtigen Infrastrukturprojekten benachteiligt wird.  Da muss Ulrike Ulrich aber schon über hellseherische Fähigkeiten verfügen. Außerdem ist das Gegenteil der Fall: Bei der Betuwe-Linie steht das Land zu den Finanzzusagen. Die Kommunen im Kreis bekommen außerdem endlich das Geld, das die CDU Ihnen seit Jahren vorenthalten hat, mit der Gemeinschaftsschule erhalten Schulen im ländlichen Raum eine neue Chance. Der Vorstand der Kreis Klever SPD kann eine Benachteiligung nicht erkennen.

Nach der verlorenen Landtagswahl fällt der CDU im Kreis reflexartig nichts anderes ein, als in alte Muster zurückzufallen und in Düsseldorf die Schuldigen für alle Probleme im Kreis Kleve zu suchen. Merkwürdig ist aber dann doch, dass es überhaupt noch Probleme gibt, denn immerhin fünf Jahre lang regierte die CDU im Bund, im Land und im Kreis. Warum ist da nicht alles abgearbeitet worden?
Stattdessen gibt es just mit dem Regierungswechsel neue Baustellen, die das Land abarbeiten muss. Uedems Bürgermeister Reinhard Weber findet fast über Nacht heraus, dass die Gustav-Adolf-Straße zügig saniert werden muss. Ein Zufall? Nur gut, dass die neue Landesregierung die Schwerpunkte in der Koalitionsvereinbarung vom Straßenneubau verschoben hat zugunsten der Straßensanierung.
Mal sehen, was CDU-Bürgermeister auf einmal sonst noch dringend vom Land brauchen. Bleibt nur die Frage, warum sie das nicht angesprochen haben, als Parteifreunde noch in Düsseldorf regiert haben.
gez. Thorsten Rupp