Yetim: Niedriglöhne verursachen Altersarmut

Die Einführung des Mindestlohns in der Pflegebranche wird vom SPD Landtagskandidaten Ibrahim Yetim begrüßt. Für die 800.000 Beschäftigten im Pflegedienst gilt ab Juli eine Lohnuntergrenze. Während heute einige ambulante Pflegedienste oder auch Heime ihren Beschäftigten nur vier Euro pro Stunde zahlen, gilt bald ein einheitlicher Mindestlohn von etwa 8,50 Euro in NRW.

Keine ausreichenden Rentenansprüche
„Wer Vollzeit arbeiten gehe, müsse von seinem Lohn auch anständig leben können. Das verlangt die Würde des Menschen“ so Yetim. Wer Mindestlöhne verweigere und weiter auf Niedriglöhne setze, mache Menschen dauerhaft abhängig von staatlicher Hilfe – im Erwerbsleben „und im Alter, weil keine ausreichenden Rentenansprüche erworben werden können“ warnt Yetim vor Altersarmut.

Immer noch lehne die schwarz-gelbe Regierung eine flächendeckende Lohnuntergrenze aus ideologischen Gründen ab. So sei es nach Meinung des SPD-Stadtrats doch bezeichnend, wenn 22 von 27 Ländern in Europa einen Mindestlohn hätten.
Der Widerstand aber bröckle, weil auch die CDU mittlerweile wisse „dass ab dem 1. Mai 2011 Freizügigkeit in Europa herrsche und wir Gefahr laufen, mit Dumpinglöhnen konkurrieren zu müssen“ so Ibrahim Yetim der sich für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn ausspricht.

Foto: SPD Moers