Kopfnuss für die Kopfpauschale

Gegen die Pläne der CDU/FDP- Bundesregierung eine Kopfpauschale im Gesundheitssystem einzuführen machte die Klever SPD am Wochenende mobil. Die Klever Sozialdemokraten informierten in Fußgängerzone zur besten Einkaufszeit die Klever Bürgerinnen und Bürger. „Kopfnuss für die Kopfpauschale“ war das Motto des Infostandes der Klever SPD.
„Wir wollen ein solidarisches Gesundheitssystem, in dem die Kosten für Gesundheit gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Wir sagen Nein zur Kopfpauschale“ informierte Josef Gietemann die Passanten und bat gleichzeitig um eine Unterschrift. „Die Kopfpauschale bedeutet einen Bruch mit dem Solidarprinzip“, so Gietemann weiter.
Die gleiche Meinung vertritt Josef Berg, stellvertretender Vorsitzender der SPD Kleve: „Die Kopfpauschale, die von Frau Merkel und Herrn Rösler geplant ist, ist der Schritt in die Drei-Klassen-Medizin: Holzklasse für Arme, gute Versorgung mit privatem Aufschlag für diejenigen, die es sich noch leisten können und die Luxusklasse für Reiche.“

Die Klever SPD Kleve sammelte zahlreiche Unterschriften, die der bundesweiten Informationskampagne der SPD zugeführt werden sollen. Die SPD will an der solidarischen Krankenversicherung festhalten. Josef Berg weiter: „Das bedeutet, dass Gesunde für Kranke und Starke für Schwache einstehen. Das ist das Grundprinzip unserer Gesellschaft. Das kann man nicht einfach durch einen Koalitionsvertrag aushebeln.“
Die geplante Kopfpauschale von CDU/FDP bedeutet, dass sich die Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr nach dem Einkommen richten sollen. Alle bezahlen das Gleiche. Besonders belastet sehen die Sozialdemokraten die Bezieher mittlerer und kleiner Einkommen, Auszubildende, Arbeitslose sowie Rentnerinnen und Rentner.

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