Leserbrief: Bürgermeisterwahl in Kalkar eine Farce

Wie in Goch dürfen wir in Kalkar noch mal wählen. Stichwahl. Zwischen Bürgermeister Gerhard Fonck, CDU (32,8 %) und seiner Herausforderin Dr. Britta Schulz vom FORUM. (36,12 %) Frau Mosler (unterstützt von der SPD und der FDP) erreichte stattliche 21,12 %. Mit Verwunderung habe ich jedoch jetzt zur Kenntnis genommen, dass die SPD für die Stichwahl nun Frau Schulz unterstützen möchte. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Ich stelle mir nämlich die Frage: Wie kann man jemanden unterstützen, der das genaue Gegenteil der eigenen Kandidatin (Frau Mosler) darstellt? Frau Mosler überzeugte mit Ihrer sympathischen und netten Art, während Frau Schulz bei der Bevölkerung eher als patzig daherkommt. Und schon teilweise aufdringlich wirkte mit Ihrer „Türklinken-Putz-Aktion.“

Zudem scheint es für das Forum nur um ein einziges Thema zu gehen „Fonck muss weg“. Vernünftige politische Inhalte sucht man beim Forum noch immer vergebens. Wie Frau Schulz bei der Vorstellrunde ja auch mal wieder bestätigte. Es müssen schönere Stadtschilder her und das Fachmarktzentrum sei auch nicht wirklich schön anzusehen. Aha.

Das Fachmarktzentrum ist eines der wichtigsten und positivsten Veränderungen der letzten Jahre. Zusätzliche Kaufkraft und Arbeitsplätze wurden geschaffen. Auch Auswärtige kommen nun gerne nach Kalkar zum Einkaufen. Und dann wird sich darüber noch beschwert? Ok. Für welche Inhalte steht denn das Forum und Frau Schulz eigentlich? Überlegen? Da fällt mir nicht wirklich was ein, außer „Bürgernähe“ beim Türklinken putzen. Auch in den 16 Monaten nach der Kommunalwahl schaffte es das Forum nicht, sich mit den wichtigen Themen der Stadt Kalkar zu befassen. Da wurde beispielsweise über Aschestreufelder diskutiert. Ok, wenn einem sonst nichts einfällt. Unser wirklich gutes Schulsystem unnötig schlecht geredet. Das die Eltern Ihre Kinder nicht mehr auf die Hauptschule schicken wollen, dafür kann die Politik wohl herzlich wenig zu. Ebenso wurde der Sitz für Kalkar im Deichverband verloren. Mehr als ärgerlich.

Lösungsvorschläge vom Forum: Fehlanzeige.

Die SPD gab zudem bekannt, dass sie einen radikalen Umbruch vornehmen. Fraktionsvorsitzender Jochem Reinkens trat von seinem Amt zurück. Unter anderem aus dem Grund, da seine Partei nun Frau Schulz unterstütze. Zitat: „Eine Bürgermeisterin müsse Qualifikation nachweisen. Schulz habe das in Ihrem Auftreten und das Forum in seiner bisherigen Ratsarbeit nicht getan.“
Ebenso werden zwei weitere Ratsmitglieder ihr Ratsmandat niederliegen und Frau Birgit Mosler dafür in den Rat nachrücken. Im Wahlkampf wurde immer Wert darauf gelegt und groß verkündet, sie sei parteilos. Jetzt zieht sie aber für die SPD in den Rat ein und ist somit keineswegs parteilos. Fühlen sich da einige Wähler jetzt nicht ein wenig veräppelt, die einer parteilosen Kandidatin ihre Stimme gegeben haben? Jetzt werden es noch mehr Grüppchen im Stadtrat. CDU, Spd, FBK, Forum, FDP, Grüne und parteilos? Das Chaos wird immer größer.

Die Wahlempfehlung für Frau Schulz kann ich absolut nicht teilen. Das sie genau das Gegenteil der eigenen Kandidatin wiederspiegelt. Das macht die SPD in meinen Augen einfach nur unglaubwürdig. Deswegen Hut ab vor der Entscheidung von Jochem Reinkens, diese ist demnach nur konsequent. Und jetzt werben SPD + FBK (mit Herrn Pageler) auf riesigen Plakatwänden zusammen mit Frau Schulz für einen Wechsel, obwohl sie vorher selber einen Kandidaten ins Rennen geschickt haben und ebenfalls übers Forum herzogen. Das nennt man wohl „Fähnchen im Wind….“ Da lobe ich mir doch die Einstellung der FDP, oder auch die der Gocher SPD, die erst gar keine Wahlempfehlung gegeben haben. Chapeau.

Ich werde nun die Partei bzw. den Kandidaten wählen, wovon ich der Überzeugung bin, dass er es schafft Kalkar in die richtige Spur zu bringen. Und das geht nur mit der CDU. Denn dort sind keine Laien am Werk. Herr Fonck ist ein Fachmann, versteht sein Handwerk, auch wenn er sicherlich nicht immer alles richtig gemacht hat während seiner Amtszeit. Aber wer macht das schon? Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Nur Kalkar hat leider absolut keine Zeit jetzt 5 Jahre zu warten. Keine Zeit 5 Jahre um rumzuprobieren. Keine 5 Jahre Zeit mal anzutesten wie das so funktioniert. Dann wird es zu spät sein. Unerfahrenheit können wir nicht gebrauchen. Sieht ja man ja schon an den Forum Ratsmitgliedern was dabei rumkommt: Nämlich nichts!

Deswegen werde ich am am 27. September Gehard Fonck wählen.
Er hat nun mein Vertrauen. Nur ihm traue ich es jetzt zu Kalkar wieder in die richtige Spur zu bringen. Was ja auch in den vergangenen Jahren schon passiert ist. Frau Schulz dagegen traue ich noch nicht mal eine vernünftige Rede beim Stadtfest zu, geschweige denn Gespräche mit Investoren etc. zu führen. Außerdem: Wer bei jeder Kleinigkeit direkt zu seinem Anwalt rennt und Unterlassungsklagen verschickt (so geschehen bei Frau Schulz und FDP Mitglied Herrn Jörg Sadlowski) ist als Bürgermeister absolut fehl am Platze und nicht belastbar. Wie oft hätte Fonck dann wohl schon einen Anwalt einschalten müssen?
Ich kann nur alle Bürger auffordern von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und wirklich gut darüber nachzudenken, wer besser für unser schönes Kalkar ist. Denn nur darum geht es!

Leserbrief von Daniela Janssen, Kalkar