Weitere 24 Stunden wird die Abdichtglocke am Golf von Mexiko getestet

Der Kampf gegen die Ölpest nimmt noch kein Ende. Der britische Energiekonzern BP hat die Tests an der neuen Abdichtkappe über dem defekten Bohrloch um weitere 24 Stunden verlängert. Der US-Krisenkoordinator Thad Allen teilte mit, dass nach Beendigung der Belastungstests das Bohrloch wieder geöffnet werden solle Dann werde das am Meeresgrund austretende Öl aufgefangen und zu Schiffen an der Oberfläche weitergeleitet.
Die Test an der Abdichtkappe haben wertvolle Informationen geliefert, so Allen. Deshlab habe sich die BP als auch die US-Regierung entschieden, die auf 48 Stunden angelegte Testphase nochmals um 24 Stunden zu verlängern. Mit den Test soll überprüft werden, ob das Bohrloch, ob das Bohrloch und der Förderschacht dem Druck standhalten oder das Öl an anderer Stelle ausläuft.

Laut den Angaben von BP-Vizechef Kent Wells gab es keine Anzeichen für eine Beschädigung des Förderschachts. Laut Allen seien die gewonnenen Erkenntnisse hilfreich für das endgültige Verschließen der Quelle bzw. für den Fall eines temporären Verschlusses während eines Hurrikans. Nach der Testphase sollen die Ventile wieder geöffnet und das kontrollierte Abpumpen des Öls forgesetzt werden. Die neue Vorrichtung soll es zumindest ermöglichen, anders als bisher das austretende Öl vollständig aufzufangen, dabei wird nach Einschätzung der Experten zumindest vorübergehend wieder Öl ins Meer fließen.
Die Bohrungen haben sich nach BP-Angaben bereits bis auf eineinhalb Meter an den Förderschacht angenähert, bis Mitte August soll die Quelle mit Zement versiegelt werden.

Allerdings erlitten die Säuberungsarbeiten im ölverseuchten Golf von Mexiko einen Rückschlag. Der Supertanker "A Whale" sollte täglich mehrere Millionen Liter ölverschmutztes Wasser aufsaugen und reinigen, allerdings ist der Tanker vohl nicht geeignet und werde daher nicht bei den Säuberungsarbeiten eingesetzt, so Admiral Paul Zukunft.

(nz/ps)