FDP weiter für private Finanzierung des Flughafens

Aus Sicht der FDP ist weiterhin die Konstruktion des Flughafen Weeze als privater Flughafen ohne staatliche Subventionierung richtig. „Beispiele wie der Flughafen Dortmund zeigen, wie bei deutlich niedrigeren Passagierzahlen eine Dauersubventionierung in Millionenhöhe mit öffentlichen Geldern notwendig ist“, zeigt sich der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Dietmar Gorißen überzeugt, dass ein Flughafen Weeze mit einer Beteiligung des Kreises, wie jüngst wieder in der Politik gefordert, der denkbar schlechteste Weg sei.
Er sieht sich dabei mit dem Vorsitzenden des FDP-Kreisverband Kleve-Geldern Prof. Dr. Ralf Klapdor einig, der darauf verweist, dass in der Vergangenheit nur der Investor Buurmann bereit war, Millionen in einen Flughafen mit unsicherer Zukunft zu investieren.

Aus Sicht der beiden FDP-Politiker sei es daher jedoch wichtig, dass der Charakter der Kreis-Kredite als reine Anschubfinanzierung gewahrt bleibe.
Eine langjährige Verlängerung der Kredite ohne jegliche Tilgungsleistung kann es daher aus Sicht der FDP nicht geben. Die FDP-Kreistagsfraktion hat daher einen Antrag für die Kreistagssitzung am Donnerstag gestellt, die Kreiskredite nur kurzfristig zu verlängern und damit Zeit für Verhandlungen über einen konkreten Tilgungsplan zu schaffen.

Wobei die FDP auch darauf setzt, in dieser Zeit eine verbesserte Informationsversorgung zu erhalten.
„Es ist schon abenteuerlich, mit welchem Nicht-Informationsgrad hier eine Entscheidung der Kreistagsmitglieder verlangt wird“, hat der Wirtschaftsprofessor Ralf Klapdor erhebliche Zweifel, dass Kreistagsmitglieder bei dieser Informationslage einer langfristigen Kreditverlängerung zustimmen könnten. Er hielte eine solche Zustimmung für „fahrlässig“.