RUHR.2010: Generalprobe für Still-Leben gemeistert – Freier Ticketverkauf startet

Die Kulisse ist einmalig: Für die Kulturhauptstadt wird die meistbefahrene Autobahn Europas, die A40 / B1, am 18. Juli auf 60 Kilometern zum Schauplatz verschiedener Kulturen, Generationen und Nationen.
Am Sonntag, 16. Mai, war die Generalprobe für das Kulturhauptstadtprojekt Still-Leben Ruhrschnellweg erfolgreich über die Asphaltbühne gegangen.

Mehr als 100 Helfer haben auf einem Testkilometer Autobahn (A540) geprobt, wie die Infrastruktur für Still-Leben Ruhrschnellweg am Veranstaltungstag auf die Strecke gebracht werden kann.

„Wir möchten zusammen mit den Besuchern am 18. Juli ein unvergessliches Begegnungsfest feiern – dann muss alles passen, dafür gibt es nur den einen Versuch“, sagt Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH.
„Der Ablauf der Generalprobe stimmt mich sehr zuversichtlich“, so Pleitgen. „Ich danke allen Helfern und allen Beteiligten schon jetzt für ihren unermüdlichen Einsatz.“

Unter Realbedingungen, also über Nacht und in einem Zeitfenster von zehn Stunden, wurden auf einem Kilometer Autobahn auf der A540 in der Nähe von Jüchen 400 Tische und 800 Sitzbänke aufgebaut, Sicherheitsabstände geprüft, Markierungen gesetzt, Beschilderungen und Absperrungen angebracht sowie Kühl-Lkw, sanitäre Anlagen und Müllsammelbehälter aufgestellt.
Über 150 Helfer unterstützten die Generalprobe. Das Medieninteresse an dieser letzten Probe vor Still-Leben Ruhrschnellweg war enorm: Rund 100 Journalisten verfolgten den Aufbau bei Nacht.

Zusammen mit Organisationen, Institutionen und vielen freiwilligen Helfern arbeitet das Organisationsteam auf Hochtouren an diesem wohl einmaligen Kulturhauptstadtprojekt.
„Es hat sich gezeigt, dass die Planungen, die wir bisher am Reißbrett vollzogen haben, auch in der Praxis funktionieren“, resümiert Ralph Kindel, Projektleiter des Kulturhauptstadtprojekts Still-Leben Ruhrschnellweg.
Kleinere Korrekturen inbegriffen. „Das war sehr aufschlussreich.“ Die Erfahrungswerte der Generalprobe werden nun aufbereitet und fließen in die organisatorischen Detailplanungen ein.

Ein Projekt der Superlative: Zahlen, Zahlen, Zahlen
Am 18. Juli wird die gesamte Infrastruktur zu Still-Leben Ruhrschnellweg entlang einer Strecke von 60 Kilometern aufgebaut.
Mehr als 20.000 Tische und 40.000 Bänke müssen dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort angeliefert, ausgeladen und aufgestellt werden. 60 Lkw und 140 Gabelstapler werden allein für den Tischaufbau eingesetzt. Mehr als 5.000 Helfer sind bei Still-Leben Ruhrschnellweg im Einsatz, darunter allein 3.000 freiwillige Helfer des THW sowie über 1.000 Volunteers von RUHR.2010.
Rund 3.000 Schilder bieten den Besuchern am Veranstaltungstag Orientierung. Knapp 100 Kühl-Lkw sorgen entlang des Ruhrschnellwegs für Getränke und kleine Snacks für die Besucher. Über 3.000 sanitäre Anlagen werden auf der gesamten Veranstaltungsstrecke gestellt.
Mit Hilfe von rund 3.500 Funkgeräten stimmen sich alle Beteiligten während des Auf- und Abbau sowie der Veranstaltung ab.

Ein Projekt der Superlative, dass die Organisatoren der Kulturhauptstadt planen.

Bild: Ruhr2010