PIRATEN-Plakate wurden umgehend sabotiert

Bereits Stunden nachdem die Lokal-Piraten in Wesel an Ostermontag ihre Plakate zur anstehenden Landtagswahl rechtmäßig aufgehängt hatten gab es erste Meldungen von Überklebungen. Heute wurden diese mutwilligen Sachbeschädigungen in Bild und Schrift dokumentiert und auch eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet.

Entlang der gesamten Weseler Fußgängerzone klebten Unbekannte ihre eigenen Plakate über die der Piratenpartei. Offensichtlich handelt es sich bei den Tätern um Sympathisanten des linken Lagers / der AntiFa-Bewegung, Es wurden drei Motive verwendet, und zwar *Nazis Raus', ein Plakat der DKP, und eins, das zur Befreiung von politischen Gefangenen aufruft.

Form und Art der Plakate legen nahe, das es sich hierbei eher nicht um die Aktion einer Partei handelt, sondern läßt eher sogenanntes Guerilla-Plakatieren vermuten. Dabei ist den Tätern in Nacht- und Nebelaktionen fast jeder Untergrund recht ihre Botschaften irgendwo illegal anzukleben.
Andreas Rohde, Pressesprecher der Weseler Kreispiraten, der auch die Weseler Plakate aufgehängt hatte, kann hier nur mit dem Kopf schütteln: " Die Piratenpartei hat oft genug bewiesen, dass bei ihnen rechtes Gedankengut keine Chance hat. Regelmäßig sieht man unsere Parteifahnen überall im Lande bei Aktionen gegen Rechtsextremismus wehen. Die Täter sabotieren so einen ihrer gedanklichen Partner im Kampf gegen braune Bewegungen."
Die noch junge Piratenpartei muß sich im NRW-Wahlkampf mit sehr geringen finanziellen Mitteln begnügen. Daher schmerzt das Überkleben der wenigen vorhandenen Plakate umso mehr. "Es ist sehr bedauerlich, dass Täter, die laut ihren Plakaten Freiheit und Bürgerrechte ebenso hoch schätzen sollten wie die Piraten, ausgerechnet diese zum Opfer für ihre Aktion machen", meint A.Rohde weiter.

Als diese Sabotage innerhalb der Piratenpartei bekannt wurde, gab es sofort Hilfsangebote aus anderen NRW-Städten. Dort kratzt man nun die wenigen übrigen Piratenplakate zusammen, um sie den Weseler Aktiven zur Verfügung zu stellen. Das ist landesweites Teamwork mit dem Ziel in gut einem Monat in den NRW-Landtag einzuziehen.

Foto: A. Rohde --