Klever Ausstattungsinitiative abgeschlossen – Container geht nun nach Benin

Walter van Briel, Josef Joeken und Piet Sluimer.Kleve - Dogbo. Vor etwa einem Jahr fiel der Startschuss zur Ausstattungsinitiative, mit der die Stadt Kleve, die Hochschule Rhein-Waal und pro dogbo mit der Sammlung von Werkzeug, Geräten und anderen Sachspenden begannen, die die berufliche Ausbildung von Jugendlichen in Dogbo / Benin unterstützen sollten. Die Idee zu dieser Aktion wurde bei dem Besuch von Bürgermeister Theodor Brauer und der Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz vor Ort in der Klever Kooperationsstadt Dogbo im März 2013 geboren.

„Da gab es ja gar nichts!“, erinnert Bürgermeister Theodor Brauer an seinen Besuch im staatlichen Ausbildungszentrum der Region. Und tatsächlich waren die meisten Lehrsäle und Wohnräume in dem neugebauten Zentrum so gut wie leer. Noch nicht einmal Strom gab es. Die Lehrlinge, die sich dort für eine Berufsausbildung eingeschrieben hatten, saßen buchstäblich auf dem blanken Boden. So rief man nach der Rückkehr in Kleve die gemeinsame Ausstattungsinitiative ins Leben, die im Beisein des beninischen Botschafters Isidore Bio im Dezember 2013 in Kleve gestartet wurde. An der Sammlung von neuen und gebrauchten Werkzeugen und Maschinen beteiligten sich viele Klever Privatleute und auch Firmen. Und es kam einiges zusammen: Es konnte am Ende ein 40-Fuß-Container gefüllt werden, der nun auf seine mehrwöchige Seereise nach Westafrika gehen wird.

Mit den Sachspenden aus Deutschland kann nun die Ausbildung der Schweißer und Dreher, Näherinnen und Kfz-Mechaniker/innen, Bäcker/innen und Friseurinnen endlich qualitativ verbessert werden. Die Spenden kommen dem regionalen staatlichen Zentrum und dem privaten Ausbildungszentrum von pro dogbo in der Kommune Dogbo zugute. Der Transport wurde ebenfalls über private Spenden finanziert und erstmalig auch von „Engagement global“, einer Einrichtung der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland, gefördert.

Es wird wohl noch bis zum Jahresende dauern, bis die Spenden aus Kleve ihr Ziel erreicht haben. Doch eine wichtige Etappe konnte, mit dem Abschluss der Sammlung in Kleve, erreicht werden – dank der vielen Spenden vom Niederrhein.
Perspektiven bieten und so Hoffnung geben – das ist das Ziel der gemeinsamen Ausstattungsinitiative und auch das Ziel der Arbeit von pro dogbo in Benin. Denn eine solide Berufsausbildung gibt den jungen Menschen vor Ort eine langfristige Perspektive für ihr Leben.