Jugendfeuerwehr entgeht dem Lagerkoller

Uedem. Am 28.07.2015 besuchte die Jugendfeuerwehr Wegberg die Bundeswehr-Feuerwehr auf dem Uedemer Paulsberg. Derzeit im Ferienlager zu Gast in Kerken, war der „Arbeitsbesuch“ eine willkommene Abwechslung dem üblichen Lageralltag gegenüber.

Die berufliche Perpektive
In Uedem wollten sich die jungen Feuerwehrleute über den feuerwehrtechnischen Dienst der Bundeswehr informieren und eine solche Feuerwache kennenlernen. „Früher hatte die Bundeswehr ihre eigene Ausbildung, jetzt ist sie der Laufbahnverordnung einer städtischen Feuerwehr angepasst“, erläuterte Hauptbrandmeister Marcel Gruben.

Einweisung in Aufgaben, Struktur und Gerät
Über die beruflichen Perspektiven aufgeklärt, folgte der Einblick in den Bereich der Einsatzzentrale, der Atemschutzwerkstatt und der Schlauchwäsche. Seit 1989 im Betrieb, dient die Schlauchwäsche nicht nur der Reinigung, sondern auch der Überprüfung von Schläuchen nach einem möglichen Leck. Ebenfalls wurden die Besucher auf das Gebäudebrandfahrzeug und den Rüstwagen zur technischen Hilfeleistung mit ihren Funktionalitäten eingewiesen. Besonderen Eindruck hinterließ hierbei das Force-Rettungsgerät. Bei dieser „Allzweckwaffe“ sind arbeitsnotwendige Werkzeuge vereint, sogar ein Abseilen ist möglich. Als letzte Duftnote gab es dann noch eine Besichtigung der Untertageanlage auf dem Paulsberg.
Hier lag der Schwerpunkt bei der Darstellung einer möglichen Eigenversorgung und der Einweisung in vorgeschriebene Flucht- und Rettungswege. „Überall, wo Untertageanlagen betrieben werden, ist auch eine Berufsfeuerwehr“, erklärte Hauptbrandmeister Gruben, der sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen auf den Neubau der Feuerwache in der Luftverteidigungsanlage Uedem freut. Im Frühjahr 2016 soll die neue Wache, nur einen Steinwurf weit von der bisherigen aus den 70er Jahren, fertig werden.

Nun geht’s in die Praxis
Lagerbetreuer Markus Beines (28) freute sich, dass der Besuch durch die Bundeswehr möglich gemacht wurde. „Das ist ja keine Selbstverständlichkeit“, bedankte er sich bei den Brandschützern. Für die Jungs und Mädchen ging es zurück zum Ferienlager. Dort stand noch eine Abendwanderung mit kleineren Rettungs- und Hilfsmaßnahmen auf dem Programm, sodass praktische Ausbildungsinhalte vermittelt werden.