Niederrhein goes Chakalaka

Weeze / Straelen - Leinen los für Innovationen:
Beim Agrobusiness-Workshop auf dem Biohof Neubauer in Weeze-Kalbeck drehte sich alles um Veränderungsprozesse auf dem Weg in die Zukunft. „Lust auf Innovation?“ – unter dieser Überschrift bekamen die Vertreter von Unternehmen und Vereinen aus dem Agrarsektor sowie von Politik und der Landwirtschaftskammer Tipps, „wie Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft machen!“.
Dabei ging es ganz praktisch ans Werk. Gemeinsam überlegten die Teilnehmer in einem Planspiel, wie neue Ideen in einem Unternehmen realisiert werden können: Der neue Obstbrand „Chakalaka“ sollte – passend zur Fußball-WM in Südafrika – in den Handel gebracht werden. Am runden Tisch versetzte sich die Gruppe in die Rolle des Betriebes, suchte gemeinsam nach effizienten Lösungen, um das neue Produkt zu entwickeln, und erarbeitete ein Konzept zur Markteinführung.

„Wir haben zum Beispiel gelernt, wie wichtig es ist, die Mitarbeiter bei solchen Prozessen mitzunehmen und zu motivieren“, erklärte Dr. Anke Schirocki, stellvertretende Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein. „Bei unserem Fallbeispiel wollten wir alle Beschäftigten an einen Tisch holen, afrikanische Spezialitäten servieren – und die Belegschaft so auf das neue Produkt und die damit verbundenen Änderungen einstimmen.“
Dabei bot die Simulation die Gelegenheit, verschiedene Möglichkeiten und Strategien auszuprobieren, fand auch Gregor Caspars vom Niederrheinische Gänse-Eier e.V.: „So ein Workshop ist ja auch eine Spielwiese, auf der man sich einmal austauschen kann – und dadurch lernt man ganz neue Perspektiven kennen.“

Innovatives Networking
Diese praxisnahe Übung war Ausgangspunkt für weiterführende Überlegungen zur Entstehung von Innovationen, von der Gestaltung der Unternehmenskultur über die Kommunikation von Entscheidungsprozessen bis hin zur umfassenden Vernetzung. „Als niederrheinische Netzwerkinitiative richten wir unseren Blick natürlich auf das Potenzial hier in der Region – und auf die damit verbundenen Herausforderungen“, so Dr. Anke Schirocki.
„Gerade der Austausch zwischen unterschiedlichen Akteuren der Agrar-Branche ist wichtig, um das Potenzial für die einzelnen Partner wie für den gesamten Wirtschaftszweig voll ausschöpfen zu können“, sagte auch Referent Dr. Michael Krause: „Im Projekt FutureFood. NRW verfolgen wir deshalb eine zweigleisige Strategie: Einerseits erarbeiten wir auf der einzelbetrieblichen Ebene Lösungen für ein Innovationsmanagement, das die Beschäftigten fit für Veränderungen macht.
Andererseits erfahren die beteiligten Unternehmen in überbetrieblichen Workshops, wie andere bestimmte Themen angehen und erhalten wichtige Impulse für ihren eigenen Betrieb.“ Der Senior Berater der Duisburger innowise GmbH weiß: „ Um innovative Ideen zu entwickeln, ist dieser Dialog sehr wichtig – gerade auch auf interdisziplinärer Ebene.“ Oft erhalte man so eine ganz andere, neue Sichtweise: „Die Netzwerkinitiative Agrobusiness bietet ja genau diesen Austausch zwischen verschiedenen Unternehmen und Institutionen – das spiegelt sich in der Vielfalt der Partner und auch in der heutigen Runde wider.“