Landrat: “Wirtschaftliche Erholung schreitet voran“

Kreis Kleve - Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) ist in diesem Monat geringfügig wieder angestiegen. So sind im August 2010 insgesamt 7.971 (Vormonat 7.960) Frauen und Männer mit ihren Familien auf finanzielle Unterstützung durch das Arbeitslosengeld II angewiesen. Die durchschnittliche Problemdichte im Kreisgebiet liegt dabei unverändert bei 25,8 BG je 1.000 Einwohner. Auch die Anzahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und Sozialgeldempfänger (überwiegend Kinder) blieb unverändert zum Vormonat und beträgt weiterhin 14.474 Personen.

Spreen: „Lage am Arbeitsmarkt verbessert“

Mit 366 Vermittlungen im Juli 2010 wurde die Erfolgsquote des Vormonats (363) noch mal übertroffen. Hierdurch ist es gelungen, 140 Menschen mit ihren Familien wieder in die Lage zu versetzen, ihren Lebensunterhalt unabhängig vom Arbeitslosengeld II sicherzustellen. „Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt infolge der wirtschaftlichen Erholung weiter verbessert und sich dies erfreulicherweise auch auf die von uns betreuten langzeitarbeitslosen Menschen auswirkt. Unsere Daten zeigen schon länger eine ansteigende Tendenz und die Vorjahreswerte (242) werden mittlerweile deutlich überschritten“, analysiert Landrat Wolfgang Spreen die positiven Vermittlungsergebnisse. In den Kommunen Kranenburg, Kevelaer und Emmerich am Rhein läge der Anteil der Vermittelten in Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse dabei deutlich über 50%. Dennoch sei festzustellen, dass diese beachtlichen monatlichen Erfolge oftmals durch die von den Kreiskommunen nicht beeinflussbare Zunahme an BG mehr als aufgezehrt würden, so der Landrat.

Kosten
Zur Finanzierung der gesamten Hartz IV Kosten wurden im Juli 2010 knapp 7,2 Mio. € aufgewendet. Auf den Kreis Kleve entfielen davon rund 2,0 Mio. € für die Kosten der Unterkunft. Insgesamt betragen die finanziellen Aufwendungen in 2010 bisher etwa 50 Mio. €. Der Anteil des Kreises liegt bisher bei knapp 12 Mio. €.