„Ich bin (dr)in“ - Kunden im Cyberspace

Eine Meinungsumfrage des Unternehmens UDI bestätigte, was von den Nürnberger Finanzexperten bisher nur als „gefühlter Trend“ wahrgenommen wurde: Auch eine eher konservativ agierende Kundschaft zieht es nun mehr und mehr ins Internet! Der Nürnberger Spezialist für ökologische Fondsbeteiligungen UDI hatte seinen Kunden- und Interessentenstamm von rund 70.000 Personen vorwiegend auf „traditionellen“ Wegen durch Zeitschriftenbeileger und großangelegte Mailingaktionen gewonnen.

In den letzten Jahren fanden immer mehr Anleger via Internet zu dem grünen Fondsanbieter. 90 % der Kunden und Interessenten outeten sich bei der UDI-Umfrage als Internet- und E-Mail-Nutzer. Zum Vertragsabschluss gelangen sie dann meist wieder auf herkömmlichem Weg im Rahmen einer persönlichen Beratung. Dieses Verhalten deckt sich mit den Konsumenten anderer Branchen. Eine im Juni 2010 erhobene Yahoo-Studie belegt, dass die Online-Recherche vor dem Kauf mittlerweile zum „guten Ton“ gehört.

Was dann tatsächlich übers Netz erstanden wird, hängt stark vom Produkt ab. Die Studie „Das Web als zentrales Element für die Kaufentscheidung im Internet“ ermittelte innerhalb der befragten Branchen mit 64 % die Online-Besteller von CD’s, DVD’s, Spielen und Software als Spitzenreiter. Wesentlich weniger Netzkäufer gibt es bei Lebensmitteln (30 %), Möbeln und Heimwerkerbedarf (je 28 %). Hier wird es nach wie vor bevorzugt, sich vor Ort persönlich von Qualität und Güte der Waren zu überzeugen.
Solch eine Überprüfung ist bei Geldanlagen selten gegeben. Anders bei UDI. Hinter den Angeboten stehen reale Sachwerte wie Wind-, Solar- oder Biogasanlagen, die auch persönlich besichtigt werden können. Laut Firmenangaben machen Kunden von dieser „Vor-Ort-Inspektion“ eher nach dem Kauf Gebrauch. Dies liegt zum einen an den oft weit vom Wohnort entfernten Standorten und zum anderen daran, dass manche Anlagen bei Vertragsunterzeichnung noch nicht fertig sind.

Vertragsunterlage ist immer der rechtlich geprüfte Beteiligungsprospekt. Er steht bei jedem Projekt auch zum Herunterladen auf der UDI-Homepage bereit. Eine Sofortzeichnung per Internet ist derzeit aber noch nicht möglich. UDI-Geschäftsführer Georg Hetz: „Wir möchten, dass jeder die Angebote auf Herz und Nieren prüft. Das passiert nicht in ein paar Minuten im Netz, sondern braucht Zeit und Ruhe. Daher gibt es bei uns bisher keine Möglichkeit, den Kaufvertrag online zu zeichnen. Doch wir denken über neue Konzepte nach, um das Internet vermehr in den Kundenservice zu integrieren.“
Um Kunden schon jetzt dort abzuholen, wo sie sich gern aufhalten, hat UDI die Beratungsaktivitäten ins WorldWildeWeb ausgedehnt. Schon mehrmals konnten sich Anlageninteressenten im Rahmen einer Online-Präsentation von den Vorteilen der von ihnen anvisierten Produkte überzeugen. Am 2. September ist das nächste „Webinar“ geplant. Georg Hetz wird dabei die technischen Besonderheiten und wichtige Anlagefakten zum aktuellen Angebot, den Solarfonds VEXX-Energy Invest 6 vorstellen. Uhrzeit und Einwahlkriterien finden sich auf der UDI-Homepage, damit rechtzeitig zu Präsentationsbeginn möglichst viele Kunden mit einem frohen „Ich bin drin!“ vor ihren heimischen Bildschirmen sitzen.

 

Foto: UDI