Übernachtungszahlen im Kreis Wesel auf Rekordniveau - Über 55 Millionen Euro Umsatz durch Übernachtungsgäste

Niederrheinischer BauernhofDie positive Entwicklung des Tourismus im Kreis Wesel hat sich auch im Jahre 2010 eindrucksvoll fortgesetzt. Nach den aktuellen Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik des Landes NRW hat der Tourismus im siebten Jahr nach der Neugliederung der Tourismusstrukturen am Niederrhein wieder kräftig zugelegt.
„Gezählt wurden im Kreis Wesel im Vorjahresvergleich 8,9% mehr Gäste, die Übernachtungen stiegen um 7,1%“, so Michael Düchting, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel. Genau 638 548 Übernachtungen zählten die amtlichen Statistiker, so viele wie noch nie.


Wie groß der Stellenwert des Tourismus im Kreis Wesel inzwischen geworden ist, belegen wissenschaftliche Berechnungen: Düchting: „Im Jahre 2010 wurden im Kreis Wesel allein in Beherbergungsbetrieben ab 9 Betten über 55 Millionen Euro umgesetzt. Und hierbei sind die kleineren Privatunterkünfte, die gerade in den ländlichen Gebieten zunehmend angeboten werden, noch nicht eingerechnet“.
Landrat Dr. Ansgar Müller führt die günstige Entwicklung im Kreis, bei aller Vorsicht bei der Interpretation von Statistiken, neben der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung im vergangenen Jahr sowohl auf die Steigerung des Übernachtungs- und Freizeitangebotes als auf Qualitätsverbesserungen und sicherlich auch auf die "Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010" zurück:

„Durch neue Freizeitangebote, kulturelle Highlights, spannende Gästeführungen oder erholsame Naturerlebnisse wird ein Besuch am Niederrhein für viele Besucher immer interessanter. Auch die zunehmende Bewirtung der Gäste mit typisch niederrheinischen Gerichten kommt gut an“, so Dr. Müller.
Zudem greife die Marketingkampagne „typisch Niederrhein“, die unter dem Dach der „Niederrhein Tourismus GmbH“ vor 3 Jahren gestartet wurde, offensichtlich immer besser. Und die touristische Zusammenarbeit bei Projekten, wie dem Leihrad „Niederrheinrad“ oder der Bewerbung des „Rheinradwegs“, sei imageprägend für den ganzen Niederrhein. „Ich denke, unser finanzielles Engagement sowohl im Kreis Wesel als auch im Niederrhein-Verbund, zahlt sich nun aus“.

Für den Landrat zeigt dies, dass der Tourismus im Kreis Wesel erfreulich breit und krisenfest aufgestellt ist. „Die Mischung von Geschäftstourismus und klassischem Tourismus, insbesondere dem Radtourismus, passt!“ Damit die günstige touristische Entwicklung sich fortsetzt, sind auch für 2011 etliche Aktivitäten geplant: „Neben Radtourismusprojekten, wie der Vermarktung der neuen Römer-Lippe-Route, stehen grenzüberschreitende Projekte im Wassertourismus oder zur Kulturhistorie ebenso auf unserer Agenda wie die stärkere Bewerbung des Niederrheins als Genussregion, die Professionalisierung von Gästeführungen oder die Schaffung barrierefreier Tourismusangebote“, so Dr. Ansgar Müller.

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