ver.di Unterstützung für ERGO-Betriebsräte - Tarifvertragsinitiative für Beschäftigtenschutz

Nach der Aufnahme von Verhandlungen zwischen Kon-zernbetriebsrat und Vorstand der ERGO Versicherungsgruppe AG zum geplanten Programm „Initiative Zukunft Vertrieb“, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) jetzt eine Tarifkommission gebildet, die die Betriebsräte dabei unterstützen soll, Personalabbau und Standortschließungen zu verhindern. Insgesamt will der Ergo Konzern Kostensenkungen in Höhe von rund 170 Millionen Euro durchsetzen und stellt dabei die Arbeitsplätze von bis zu 2.000 Menschen zur Disposition.

„Da zur Zeit nichts darauf hindeutet, dass der Vorstand bereit ist, einen angemessenen Beschäftigtenschutz zu vereinbaren, hat ver.di entschieden, die Gespräche der Betriebsräte mit einer Tarifvertragsinitiative zu begleiten“, sagte Frank Fassin, ver.di Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen. Seine Gewerkschaft lehne die `Initiative Zukunft Vertrieb‘ entschieden ab. „Das Programm gefährdet die existentiellen Interessen der Beschäftigten an sicheren Arbeitsplätzen und verlässlichen Einkom-mensbedingungen“, so Fassin.

Gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat wehre sich man sich gegen die Umsetzung der Planung und setze sich für einen Kurswechsel ein. Da der Konzern gleichzeitig alle Schutzregelungen zum Ende dieses Jahres gekündigt hat bzw. auslaufen lässt, wird die ver.di Tarifkom-mission im Rahmen des zu verhandelnden Gesamtpa-kets wirksame Schutzvereinbarungen für die Beschäftigten in den Vordergrund stellen.

Noch im November soll der ERGO-Vorstand zu Tarifverhandlungen über entsprechende Regelungen für die Beschäftigten aufgefordert werden. Dabei sei offen, „ob ein angemessenes Ergebnis ausschließlich am Verhandlungstisch zu erreichen ist“.