Insolvenzverfahren über die Glauch Reisen GmbH & Co. KG eröffnet

Das Amtsgericht Mönchengladbach hat am 28. November 2013 das Insolvenzverfahren über die Glauch Reisen GmbH & Co. KG mit Sitz in Viersen eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Jürgen Tömp von der auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Kanzlei Niering Stock Tömp zum Insolvenzverwalter bestellt. Er war zuvor als vorläufiger Insolvenzverwalter im Unternehmen tätig. Nach der Analyse der wirtschaftlichen Gesamtsituation und der Stabilisierung des Geschäftsbetriebes hat Insolvenzverwalter Tömp den Geschäftsbereich Busreisen im Rahmen einer übertragenden Sanierung nun aus der Glauch Reisen GmbH & Co. KG gelöst und auf die Firma Glauch Bus GmbH übertragen.

Geschäftsführer Tobias Glauch führt das neue Unternehmen, das mehr als die Hälfte der Busse aus dem Vermögen der Glauch Reisen GmbH & Co. KG übernommen hat. „Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit der Geschäftsführung gelungen ist, den Busreisebetrieb außerhalb der Insolvenz weiterführen zu können und damit 41 Beschäftigten eine Perspektive zu bieten“, erklärte Dr. Tömp.

Geschäftsführerin der Glauch Bus GmbH, Ilka Glauch, sagte anlässlich der Übernahme: „Ich freue mich sehr, dass wir nun zumindest für den traditionellen Busbereich von Glauch Reisen eine gute Lösung gefunden haben. Damit werden wir den vielen Nachfragen unserer zahlreichen Stammkunden nach den beliebten Glauch Busreisen gerecht und sichern vielen unserer Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Die neuen Buchungseingänge aus den letzten Wochen für Buspauschalreisen, Tagesfahrten und Busanmietungen lassen uns zuversichtlich nach vorn blicken.“

Die übertragende Sanierung hat allerdings keinen Einfluss auf den verbleibenden Geschäftsbereich Touristik der insolventen Glauch Reisen GmbH & Co. KG. Das Gericht hat sich auf die Forderungsanmeldungen von rund 8.000 Gläubigern in der Zwischenzeit gut vorbereitet. Man setzt in Absprache mit dem Insolvenzverwalter ein elektronisches Erfassungssystem ein. Überwiegend handelt es sich bei den Gläubigern um Reisende, die Anzahlungen oder Zahlungen geleistet hatten, ihre Reise aufgrund des Insolvenzantrages später nicht antreten konnten.