20 Jahre Starthilfe für Existenzgründer

Geldern. Vor 20 Jahren öffnete die Stadt Geldern mit dem „Gelderner Gründerzentrum“ (GGZ) im Gewerbegebiet „Am Pannofen“ neue Türen für die Entwicklung junger Unternehmen. Gemeinsam mit Gästen aus Wirtschaft und Politik feierte die städtische Starthilfe für Existenzgründer, die mittlerweile den Namen „Kontor Geldern“ trägt und in ehemaligen Räumen der Sparkasse Krefeld an der Glockengasse beheimatet ist, das runde Jubiläum.

Gleich zur Eröffnung verdeutlichte Bürgermeister Ulrich Janssen, am Konzept festhalten zu wollen. „Wir möchten weiterhin Gründer fördern und junge Unternehmen unterstützen. Das tun wir, indem wir hier flexibel auf unterschiedliche Raumbedürfnisse reagieren können und nicht zuletzt durch das Vorhalten eines Sekretariats, damit auch bei längeren Außenterminen immer ein Ansprechpartner für Kunden zur Verfügung steht“, so Ulrich Janssen, der auch auf eine schriftliche Gratulation zurückkam: „Die Schaffrath Medien GmbH startete 1995 am Pannofen mit drei Arbeitskräften und ist heute mit 17 Mitarbeitern tätig“, erklärte Ulrich Janssen. Hauptredner des Empfangs war Ralf Hauser.

Der Gelderner, mittlerweile in der Mobiltelefon-Branche unterwegs, bezeichnete sich selbst als Veteran des Gründerzentrums. „Damals habe ich gemeinsam mit Bernd Weßels für die Umsetzung dieser Idee gesorgt. Unser großer Vorteil war seinerzeit, dass sowohl der damalige Stadtdirektor Norbert Becker als auch alle Fraktionen des Rates hinter dem Konzept standen“, berichtete Ralf Hauser aus dem Jahr 1995, wagte aber auch einen Blick in die Zukunft: „Der Einzelhandel hat nach wie vor gute Chancen im Markt und gegenüber den Online-Anbietern.

Im Internet sind überwiegend die Geiz-ist-geil-Käufer unterwegs. Für den Einzelhändler und den persönlichen Kontakt mit dem Kunden bleibt genug übrig“, so Ralf Hauser. Gleichzeitig wies er jedoch auf eine Veränderung der Berufswelt in immer schnelleren Zyklen hin. Ständige Anpassung und guter Service seien daher notwendig. Auf das Fortschreiben der Erfolgsgeschichte im Kontor hofft auch Jörg Grahl. „Ich bin mir sicher, dass sich das Team um Ute Stehlmann stets flexibel an die veränderten Bedürfnisse der Kunden anpasst. Das Paket mit Büroservice, Telefonzentrale, Banken- und Behördenkontakten sowie Partnerschaften in einem Unternehmer-Netzwerk ist wertvoll“, so Grahl.

Der Frage, was denn am Gelderner Einzelhandel verbesserungswürdig ist, wich Gastredner Ralf Hauser nicht aus. „Ich habe oft erfahren müssen, dass es kaum eine Weiterempfehlung gibt, wenn mal ein Produkt nicht im Laden ist. Dabei wäre es wichtig, den Kunden in der Stadt zu halten. So geht er nach Hause – und kauft künftig online“, resümierte Hauser.