Härtetest fürs Haus: Der Brennstoffverbrauch im Winter zeigt, was die vorhandene Dämmung taugt

So kalt und schneereich wie zum Jahreswechsel war der Winter hierzulande selten. Einerlei, ob Mieter oder Eigentümer, die Bewohner schlecht gedämmter Häuser werden für das Heizen tiefer in die Tasche greifen müssen als jemals zuvor. Spätestens beim Anblick der Heizkostenabrechnung stellt sich die Frage, wie man am besten auf die Kostenexplosion reagiert. Sinnvoll ist, in eine vernünftige Wärmedämmung zu investieren. Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern und Wärmedämmverbundsysteme auf Holzfaserbasis bieten sich hierfür an.
"Im Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt, Häuser vom Sockel bis unters Dach mit einer Holzfaserdämmung auszurüsten. Dabei sind die Vorgaben der Energieeinsparverordnung 2009 im Auge zu behalten: Die gesetzlich festgelegten Standards gelten sowohl für Neubauten als auch für die energetische Sanierung älterer Bestandsgebäude", erläutert Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe (VHD) in Wuppertal.

Zähneklappern lohnt sich nicht
Mit natürlichen Holzfaserdämmstoffen lässt sich zunächst das Dachgeschoss behaglich dämmen, während an der Fassade ein Holzfaser-Wärmedämmverbundsystem zu nennenswerten Einsparungen verhilft: Weniger Brennstoffe zu verheizen heißt zugleich, die Heizkosten zu reduzieren. Je besser die Dämmung der Gebäudehülle ausfällt, desto deutlicher verringert sich der Energiebedarf des Hauses und umso schneller amortisiert sich die Investition. Von der optimierten Dämmung profitieren die Bewohner mehrere Jahrzehnte. Hierzu hat das Wilhelm-Klauditz-Institut für Holzforschung in Braunschweig in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Karlsruhe festgestellt, dass Holzfaserdämmplatten in Wärmedämmverbundsystemen mindestens 50 Jahre und zumeist noch länger "funktionieren", also vor Kälte, sommerlicher Hitze, Schall und anderen Umwelteinflüssen schützen. Eine neue Heizungsanlage, die oftmals schon nach 15 oder 20 Jahren Laufzeit fällig wird, darf dann durchaus eine Nummer leistungsschwächer ausfallen als zuvor. Somit sinken auch die Kosten für die Neuanschaffung des Brenners, sofern ein solches Aggregat in Zukunft überhaupt noch benötigt wird.

Fernziel energieautarke Häuser
Es ist erklärter Wille des Gesetzgebers, den Energiebedarf von Wohngebäuden bis spätestens 2050 bundesweit mindestens auf Passivhausniveau zu senken. Manche Experten gehen sogar noch einen Schritt weiter und haben das Energie-Gewinn-Haus als Baustandard der Zukunft im Visier. Das bedeutet, dass dann jede bewohnte Immobilie die über Winter benötigte Heizenergie selbst erzeugen können muss. Das geht aber nur, wenn die Gebäudehülle sämtliche Wohnräume zuverlässig vor Transmissionswärmeverlusten schützt. Unter Transmissionswärmeverlusten sind Raumwärmeabgänge zu verstehen, die durch Wärmeschlupflöcher in den Außenwänden und den Dachflächen ermöglicht werden. Hier gilt es anzusetzen, da der Heizenergieverbrauch der Privathaushalte mit Abstand an der Spitze aller Energieverwender steht. Mit einer fachgerecht ausgeführten Holzfaserdämmung lässt sich heute schon das Energiebedarfsniveau erzielen, das in ein paar Jahren für sämtliche Bestandsgebäude gilt.

Weitere firmenneutrale Informationen über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holzfaserdämmstoffen im und am Haus finden sich ebenso wie die Adressen aller VHD-Mitgliedsunternehmen im Internet auf www.holzfaser.org

(pressrelations)

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