Wärmebilder verraten die Schwächen von Gebäuden

Sanierer kennen keinen Winterschlaf. Die anstehende kalte Jahreszeit ist wieder Hochsaison für die Thermografie-Kamera. Auf den Thermografie-Bildern kann man dann die energetischen Schwachstellen der Gebäudehülle erkennen.
Niedrige Außentemperaturen bieten die günstigsten Voraussetzungen, um dem Energie-Leck mit Hilfe einer Wärmebildkamera auf die Spur zu kommen. Die Infrarotaufnahmen verraten, an welchen Stellen die Heizwärme das Haus verlässt. Diese Flächen erscheinen auf den Bildern z.B. rot. Typische Schwachstellen sind einfachverglaste Fenster, ungedämmte Dachgauben, Heizkörpernischen oder Rollladenkästen. Kühle Flächen, also Flächen, über die wenig Wärme aus dem Innern des Gebäudes verloren geht, erscheinen z.B. in blau bis violett.

Wer noch nicht richtig weiß, wo er mit der Sanierung seines Altbaus am besten beginnen soll, dem können diese Aufnahmen einen ersten Eindruck für die Planung einer zielgerichteten Modernisierung geben. Zu empfehlen ist jedoch ebenfalls ein Angebot einer Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen der Energiesparberatung vor Ort werden Thermographieaufnahmen sogar vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (http://www.bafa.de) bezuschusst.

In der Regel sind Thermografie-Aufnahmen eine kostspielige Angelegenheit. Aber auch hier gilt: Im Dutzend billiger. Werden gleich Bilder von mehreren Objekten gemacht, zum Beispiel von den Häusern der kompletten Nachbarschaft, verringert sich der Preis auf ca. 100 bis 150 Euro pro Aufnahmen. Hierfür ist in der Regel jedoch kein ausführlicher Auswertungsbericht zu erwarten sowie erfolgen keine einzelnen Terminabstimmungen. Einige kommunale Träger, Stadtwerke oder Ingenieur-Büros organisieren in vielen Regionen in NRW hierfür Thermographie-Sonderaktionen, manche bieten zusätzlich zu den Aufnahmen auch Energieberatungen.
Die EnergieAgentur.NRW hat alle aktuellen Thermografie-Aktionen als Service auf der Internetseite http://www.energieagentur.nrw.de/thermografie/ zusammengetragen. Hier werden auch jene fündig, die einen Ansprechpartner oder Anmeldemöglichkeiten in ihrer Kommune suchen.

Aufgrund der Vielzahl der Aktionen wird die Übersicht laufend aktualisiert. Anbieter von Sonderaktionen werden daher gebeten, möglichst per E-Mail eine Rückmeldung zu Stand und Anmeldedaten zu geben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!