Frühlingsbote mit Charme

 Es hat etwas Rührendes, wenn sich die zarten Blüten des Leberblümchens (Hepatica transsilvanica) durch die trockene Laubschicht kämpfen. (Bildnachweis: GMH/ Christiane Bach)Glücksmomente kommen oft ganz unverhofft. Bei einem Spaziergang durch den Winterwald zum Beispiel. Trockenes Laub raschelt unter den Füßen, ein Hauch von Schnee bedeckt den gefrorenen Waldboden – und plötzlich steht es da: Unfassbar zart neben den mächtigen Eichen und Buchen spitzt ein Leberblümchen (Hepatica) neugierig aus der Blätterschicht. Ein Krönchen weißbepuderter Staubblätter ziert die perfekt geformten violettblauen Blüten und lässt die kleinen Frühlingsboten charmant und frech zugleich wirken. ...

In Deutschland steht das Leberblümchen unter Naturschutz, doch auch in Ostasien ist es eine Besonderheit“, weiß Jürgen Peters von der Stauden- und Spezialitätengärtnerei Peters. „In Japan heißt es ‘Die Blüte, die den Schnee bricht’ und ist als Statussymbol mit einem Koi-Karpfen vergleichbar.“ Bis zu 20.000 Euro zahlen Liebhaber für besonders gelungene Züchtungen.