St. Josef Krankenhaus GmbH Moers findet im GFO-Verbund einen starken Partner

DR. Christopf Heller, Geschäftsführer  der GFDMoers. Die St. Josef Krankenhaus GmbH Moers und die Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) planen eine gemeinsame Zukunft. Dafür haben die Aufsichtsräte beider Gesellschaften grünes Licht gegeben. Ziel ist es – vor dem Hintergrund veränderter gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen – gemeinsam eine qualitativ gute medizinisch-pflegerische Versorgung für die Menschen in der Region zu sichern, die christlich geprägte Kliniklandschaft zu erhalten und zukunftsfeste Trägerstrukturen zu schaffen. Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile an der St. Josef Krankenhaus GmbH Moers und der Aufnahme in den GFO- Verbund reagieren beide Träger auf die Anforderungen der anstehenden Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen, die Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung und die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dem höchsten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. Denn nach dem Willen der Politik sollen sich die Kliniken zunehmend auf bestimmte Leistungen konzentrieren und sich weiter spezialisieren. Dies ist praktisch nur noch in größeren Einheiten möglich und fördert daher den Trend zu Kooperationen und Zusammenschlüssen. Die Zustimmung des Kartellamtes zur Übernahme der St. Josef Krankenhaus GmbH Moers durch die GFO steht noch aus.
Die St. Josef Krankenhaus GmbH Moers ist ein regionales Gesundheitszentrum für die Stadt Moers und die umgeben- de Region am linken Niederrhein. Zu ihr gehören das St. Josef Krankenhaus in Moers und das St. Nikolaus Hospital in Rheinberg mit insgesamt 515 Betten, Einrichtungen der Altenhilfe, das Hospiz Haus Sonnenschein sowie Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und das Gesundheitszentrum Niederrhein mit seinem therapeutischen Angebot. Zum GFO- Verbund zählen bislang mehr als 70 Einrichtungen, darunter neun Krankenhäuser mit 16 Standorten (Detaillierte An- gaben entnehmen Sie dem beigefügten Factsheet).

Zukunftsfestes medizinisches Konzept
Ralf H. Nennhaus Geschäftsführer der St. Josef Krankenhaus GmbH Moers„Durch den Zusammenschluss ergeben sich Synergieeffekte, die wir gemeinsam mit den GFO Kliniken Niederrhein gut nutzen können“, hebt der Geschäftsführer der St. Josef Krankenhaus GmbH Moers, Ralf H. Nennhaus, heraus. Zu den GFO Kliniken Niederrhein im GFO-Verbund gehören die Standorte St. Vinzenz in Dinslaken und St. Camillus in Duisburg. Zusammen verfügen die vier Klinikstandorte in Moers, Rheinberg, Dinslaken und Duisburg über rund 1.100 Betten. Die Krankenhäuser liegen geografisch nahe beieinander und sind daher gut dafür geeignet, eng zu kooperieren. Sie können ihr medizinisches Angebot inhaltlich gezielt aufeinander abstimmen, differenzierte Leistungsschwerpunk- te entwickeln und unterschiedliche Profile an den einzelnen Standorten herausbilden. Dies führt zu einer größeren Spezialisierung und damit zur Qualitätsverbesserung. So werden auch zusätzliche Leistungen möglich, die vernetzte Krankenhäuser anbieten können. Die vier Klinikstandorte werden sich künftig als ein gemeinsames Krankenhaus be- trachten. Der Zusammenschluss ist daher auch ein Beitrag zur Standortsicherung und zur guten Versorgung von Pa- tient:innen in der Region Niederrhein.

Veränderte gesundheitspolitische Rahmenbedingungen
Zum gesundheitspolitischen Hintergrund: Das Umfeld ändert sich derzeit für die Krankenhäuser einschneidend. Sie müssen in immer mehr Bereichen bestimmte Mindestmengen bei ihren Leistungen erbringen (Vorgaben des G-BA), Personaluntergrenzen garantieren und stärkere Spezialisierungen finanzieren. „Das können Krankenhäuser praktisch nicht mehr alleine leisten. Dies erlauben die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen nicht. Der Zusammenschluss von Krankenhausträgern ist daher politisch gewollt und wirtschaftlich sinnvoll“, erklärt der für den Klinikbereich zu- ständige GFO-Geschäftsführer Dr. Christoph Heller. Dass Zusammenarbeit sinnvoll und zweckmäßig ist, zeigt aktuell auch die herausfordernde Coronavirus-Pandemie. „Sie hat uns am St. Josef deutlich gemacht, dass eine partnerschaftliche Abstimmung von Behandlungsschwerpunkten auch für die Zukunft der richtige Weg ist“, erklärt Ralf H. Nennhaus. Er ergänzt: „Wir freuen uns auf den Verbund mit der GFO und dass wir gemeinsam eine zukunftsfähige Krankenhausstruktur auf Basis christlicher Werte am Niederrhein bilden können.“

Attraktives Angebot für Patient:innen und Fachkräfte
Für die Stiftung St. Josef Krankenhaus Moers betont ihr Vorsitzender Wolfgang van Bebber, dass das vorrangige Ziel der Kooperation die Zukunftssicherung des St. Josef Krankenhauses mit seinen beiden Standorten und allen Einrichtungen ist. Gemeinsam mit Dr. Christoph Heller unterstreicht er, dass der Zusammenschluss in der Region eine hochwertige medizinisch-pflegerische Versorgung der Menschen und den langfristigen Erhalt der vorhandenen Arbeitsplätze sichert: „Dies gelingt besser gemeinsam, als wenn jedes Haus für sich allein agiert. Denn alleinstehende Krankenhäuser geraten zunehmend unter finanziellen Druck.“ Stiftungsvorsitzender Wolfgang van Bebber ergänzt: „Die St. Josef Kran- kenhaus GmbH Moers und die GFO können sich in der Region am Niederrhein gegenseitig unterstützen und stärken. Das gilt für die Versorgung der Patientinnen und Patienten, aber auch für die Mitarbeitenden.“
Der Sprecher der GFO-Geschäftsführung, Markus Feldmann, betont: „Größe ist heute ein wichtiges Kriterium für Zu- kunftsfähigkeit. Mit der Integration der St. Josef Krankenhaus GmbH Moers bleiben wir unserer Strategie treu, ins- besondere am Rande von Ballungsgebieten eine gute medizinisch-pflegerische Versorgung zu bieten. Die St. Josef Krankenhaus GmbH Moers kann nun auf Ressourcen und Kompetenzen eines großen Verbundes zurückgreifen, die ihr bisher so nicht zur Verfügung gestanden haben. Mit dem größer gewordenen Verbund werden wir nicht nur für Patientinnen und Patienten attraktiver. Mit dann mehr als 80 Einrichtungen bieten wir auch Mitarbeitenden vielfältige Chancen. Das ist ein wichtiger Aspekt im Werben um dringend benötigte Fachkräfte.