Die Haut verzeiht nichts –Sonnenschutz ist Pflicht

Die Sehnsucht nach wärmeren Temperaturen ist groß. Vor allem, weil man so lange darauf warten musste. Wer sich aber zu lange zu starker Sonneneinstrahlung aussetzt, riskiert einen Sonnenbrand.
Schon die Frühjahrssonne hat es in sich. Dabei ist ein Sonnenbrand gar nicht so harmlos, wie er auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn bei Menschen, die mehrmals im Laufe ihres Lebens einen Sonnenbrand haben, steigt das Hautkrebsrisiko beträchtlich. Die Apotheker in Nordrhein geben Tipps, was man beim Aufenthalt im Freien auch schon in dieser Jahreszeit unbedingt beachten sollte.
„Die Haut verzeiht nichts, deshalb gilt grundsätzlich, ohne Sonnenschutz kein Sonnenbad“, empfiehlt Martin Katzenbach, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Der Sonnenschutz muss mindestens eine halbe Stunde vorher aufgetragen werden. Dabei gilt: Mehrmaliges Eincremen verlängert nicht die Schutzzeit.
Um die Haut auf die erhöhte Sonneneinstrahlung vorzubereiten, besuchen viele Menschen schon vorab Sonnenstudios. „Das nutzt aber nichts“, weiß der Apotheker. Denn dabei werden vor allem die tieferen Hautschichten gebräunt, während die oberen ungeschützt bleiben.

Besser ist es, die richtige Sonnencreme zu benutzen. Dabei ist eine Beratung wichtig, die auch den Hauttyp berücksichtigt. Für Menschen mit heller Haut, Sommersprossen und roten Haaren eignen sich Cremes mit Lichtschutzfaktor 40 oder höher. Für Hellhäutige mit blonden Haaren sind Präparate mit Lichtschutzfaktor 30 bis 40 vorteilhaft. Dunkelhaarige benutzen am besten mindestens den Lichtschutzfaktor 20. „Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger man sich der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen“, sagt Katzenbach.
Menschen mit heller Haut haben zum Beispiel eine Eigenschutzzeit von etwa fünf Minuten. Tragen diese Hellhäutigen eine Sonnencreme Lichtschutzfaktor 40 auf, verlängert sich ihre Schutzzeit dementsprechend (5x40 = 200 Minuten). „Für alle gilt aber, es nicht zu übertreiben und sich nicht zu lange der Sonne auszusetzen.“

Noch wichtiger als für Erwachsene ist der Sonnenschutz für Kinder, sagt der Apotheker. „Ihre Haut ist dünner und den gefährlichen UV-Strahlen um so stärker ausgesetzt. Bis zum Alter von 14 Jahren haben Kinder keinen Reparaturmechanismus für die Haut.“ Zudem erhöhen Sonnenbrände in der Kindheit das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. „Deshalb ist Sonnenschutz die beste Vorbeugung.“ Bei längeren Aufenthalten im Freien ist eine lockere Kleidung aus Naturfasern empfehlenswert.
Unverzichtbarer Sonnenschutz für Kinder ist ein Hut mit breiter Krempe oder eine Kappe mit Nackenschutz. Wenn die Haut aufgrund der Sonneneinstrahlung doch einmal gerötet ist, kann der Sonnenbrand mit speziellen Gelen und Cremes aus der Apotheke behandelt werden. Bei stärkeren Verbrennungen muss ein Arzt aufgesucht werden.

Tipps für den Sonnenschutz:
* Die Haut langsam an Sonnenstrahlung gewöhnen.
* Beim Sonnenbad Hauttyp und Stärke der UV-Strahlung beachten.
* Sonnenbrand vermeiden, insbesondere bei Kindern.
* Keine alten Sonnenschutzmittel verwenden.
* Sonnenschutzmittel entsprechend dem Hauttyp benutzen.


Foto und Text: Apothekerkammer Nordrhein