Schweinegrippe: So schützen Sie sich

Um sich vor einer Ansteckung gegen die Schweinegrippe zu schützen, muss man wissen, dass Eintrittspforten des neuen H1N1-Virus – ebenso wie bei Influenza-Viren – Mund, Nase und Augen sind. Deshalb ist die wichtigste Schutzmaßnahme: Hände waschen und das häufig – und zwar mit Wasser und Seifenlösung für mindestens 15 bis 20 Sekunden!

Zusätzlich sollten die Hände immer gewaschen werden vor der Zubereitung oder dem Genuss von Speisen und bevor sowie nachdem ein Erkrankter gepflegt wurde. Eine Alternative zum Händewaschen sind alkoholhaltige Desinfektionsmittel. Kleine Fläschchen, die man auch in der Apotheke erhält, sind besonders für unterwegs geeignet, etwa nach der Benutzung von Bussen oder U-Bahnen. Besonders zu beachten: Hände weg vom Gesicht!

Wer glaubt, Schweinegrippe zu haben, sollte zu Hause bleiben. Wird medizinische Hilfe nötig, nicht gleich in die Arztpraxis gehen, sondern erst dort anrufen! Nur so können sich die Mitarbeiter der Praxis vorbereiten und entsprechende Maßnahmen ergreifen, dass andere Patienten nicht angesteckt werden. Denn je weniger Kontakte ein Erkrankter hat, umso weniger Menschen kann er anstecken.
Der Kontakt mit anderen sollte für sieben Tage nach Beginn der Symptome soweit es geht vermieden werden. Zum Schutz vor Ansteckung empfiehlt es sich auch, sowohl als Patient mit Verdacht auf Schweinegrippe als auch für die pflegenden Angehörigen, eine Atemschutzmaske zu tragen. Diese Masken hält Ihr Apotheker für Sie vorrätig.

Eine Erkrankung durch das neue H1N1-Virus lässt sich ohne weiteres nicht von einer normalen Grippe unterscheiden – die Symptome sind dieselben: Innerhalb kurzer Zeit kommt es zu hohem Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Husten. Weitere Symptome können sein: Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfall.
Mittlerweile gibt es auch einen Grippetest, der in der Regel in Kliniken unmittelbar dann durchgeführt wird, wenn neben dem Kardinalsymptom "Fieber über 38 Grad" mindestens zwei Merkmale wie Schüttelfrost, trockener Husten, aber auch Auslandsaufenthalt oder Kontakt zu anderen Influenzapatienten hinzukommen. Dieser sogenannte PCR-Test ist seit kurzem für die Diagnostik des H1N1-Virus als Kassenleistung definiert, was bedeutet, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen.

Autor: Apotheker Franz Dietl

 

 

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