In Europa gilt eine einheitliche Notrufnummer

Einheitliche NotrufnummerEgal ob im Badeurlaub in Portugal, beim Wandern in Südtirol oder bei der Städtetour in London: Überall kann ein Unfall geschehen. Seit Februar 2009 gilt für all diese Fälle die "112" als universale Notrufnummer.
Karl-Heinz Florenz, Europaabgeordneter für den Niederrhein, ist sich sicher: "Dies ist ein großer Vorteil: Um Polizei, Feuerwehr oder Rettungssanitäter zu rufen, müssen EU-Bürger nun die jeweiligen nationalen Nummern nicht länger im Kopf haben - die 112 genügt."



Die Notfallnummer ist in allen 27 Staaten der EU kostenfrei. Und nicht nur dort: Auch in Andorra, auf den Färöer-Inseln, in Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, San Marino, in der Schweiz, der Türkei und im Vatikan erreicht man über die 112 Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei. Die Nummer hat im Telefonnetz immer Vorrang, sodass Anrufer sofort mit der örtlich zuständige Notfallzentrale verbunden werden.
Die 112 funktioniert zudem in allen Mobilfunknetzen, also auch dort, wo der "eigene" Anbieter nicht verfügbar ist. Telekommunikationsbetreiber sind von der EU auch verpflichtet, den Rettungsdiensten Informationen zum Standort des Anrufers übermitteln, um ihnen so die rasche Ortung und Auffindung von Unfallopfern zu ermöglichen.

"Gerade am Urlaubsort sichert diese Regelung eine optimale Notfallversorgung", so Karl-Heinz Florenz. "Für den Ernstfall sollten Sie sich deshalb die 112 merken."

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