• Regionales

  • 1

Gasschnüffler unterwegs - Untersuchung von 15 km Erdgasrohren

Moers. Bei der sicheren Gasversorgung fordert der Gesetzgeber regelmäßige Begehungen, die auch dem Qualitätsanspruch des Versorgers ENNI entspricht. Nach einem festen Plan untersuchen die Fachleute die Gasleitungen deshalb mit einem hochempfindlichen Spezialgerät, das kleinste Undichtigkeiten der im Erdreich verlegten Rohre aufspürt. Dafür gehen sie Straßenpflaster und Straßendecke über den Erdgasleitungen systematisch ab. Wie der technische Bereichsleiter der ENNI, Dr. Kai Gerhard Steinbrich, informiert, steht nun die Routinebegehung in der Moerser Fußgängerzone und in Randbereichen der Innenstadt an: „Ab der kommenden Woche werden wir hier nach und nach 15 Kilometer Erdgasleitungen untersuchen.“

Die Rohrnetzüberwacher sind ab dem 22. April zunächst auf der Cloudtstraße unterwegs. Von dort aus geht es immer weiter in den zentralen Stadtkern, unter anderem zum Kastell, zur Unterwallstraße und zum Neuen Wall. Für ahnungslose Passanten mitunter ein kurioses Bild: Die Experten fahren mit einem Saugteppich langsam den Bürgersteig entlang. Nicht auszuschließen, dass das Gerät dabei auch mal blinkt und piept wie bei der Schatzsuche und damit Leckagen anzeigt. „Unser Gasnetz in der Innenstadt stammt aus den 60er Jahren. Damals legte man bei der Verlegung der Leitungen andere Maßstäbe an, und das macht sich heute bemerkbar. Die Begehungen im Vorjahr haben gezeigt, dass hier der Zahn der Zeit nagt“, sagt Steinbrich. Damals musste die ENNI mehrere Leckagen in der Fußgängerzone reparieren. „So etwas ist nicht besorgniserregend und gehört für uns Techniker zum Tagesgeschäft. Trotzdem werden wir bei Schwachstellen natürlich vorbeugend und entsprechend der Regelwerksvorgaben sofort aktiv. Die im Vorjahr überprüften und reparierten Leitungsabschnitte werden wir nun erneut kontrollieren.“

Neben den öffentlichen Leitungen überprüft die ENNI auch die Hausanschlussleitungen. Dabei kann es sein, dass die Mitarbeiter auch die Vorgärten der Häuser betreten müssen. „Bewohner sollten sich also nicht wundern und uns den Zugang zu den betreffenden Hausanschlussleitungen ermöglichen“, bittet Steinbrich, dessen Trupps in diesem Jahr schon in Utfort, Eick und Schwafheim unterwegs waren. „Insgesamt haben wir dort bereits 23 Kilometer des Netzes untersucht.“