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Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner auch aus der Luft

Kamp-Lintfort. Der Eichenprozessionsspinner, Thaumetopoea processionea Linnaeus, ist ein eher unscheinbarer, graubrauner Nachtfalter, der auch für den Menschen eine Gefahr darstellen kann. Zwar ist der Schmetterling an sich harmlos, doch seine Larven tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten der Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Der Eichenprozessionsspinner ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet und bevorzugt sonnige Standorte, einzeln stehende Bäume und lichte Wälder. Wie der Name sagt, finden sich die Raupen des Eichenprozessionsspinners hauptsächlich an Eichen.

Wie bereits im vergangenen Jahr müssen auch in diesem Jahr Gegenmaßnahmen zur Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners getroffen werden. So werden in den kommenden Wochen die besonders gefährdeten Bereiche innerhalb des Stadtgebiets Kamp-Lintfort vorsorglich mit einem biologischen Spritzmittel behandelt. Das verwendete biologische Spritzmittel ist für den Menschen sowie für Tiere ungefährlich. Das Spitzmittel wird von dem Eichenprozessionsspinner über den Blattfraß aufgenommen und löst dabei einen Fraßstopp aus, was zum Absterben der Schädlinge führt.

Da auf dem Waldfriedhof Dachsberg, am Waldrand des Niersenberg, sowie am Jugendzeltplatz, bedingt durch Größe und Lage, die Behandlung von einzelnen Bäumen keinen ausreichenden Schutz vor der Ausbreitung der Eichenprozessionsspinner bietet, wird flächendeckend durch Überfliegen behandelt. Aus diesem Grunde wird der Waldfriedhof, voraussichtlich am 13. Mai ab 13 Uhr, zeitweise komplett geschlossen. Witterungsbedingt kann der Termin kurzfristig verlegt werden. Informationen dazu erhält man bei der Friedhofsverwaltung der Stadt Kamp-Lintfort. Bürgerinnen und Bürger sollten daher zu dem genannten Zeitraum den Waldfriedhof Dachsberg nicht aufzusuchen, sowie Bereiche in denen die prophylaktischen Maßnahmen an Einzelbäumen durchgeführt werden während der Behandlung meiden.