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Uedemerbrucher Hubertus-Schützen mit Heimat-Preis geehrt

Erster Heimatpreis wurde in Uedem verliehenUedem. Am Donnerstag, den 06.12.2019, war der Gemeinderaum in Uedembruch bis auf den letzten Platz besetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder der Vereine und des Rates der Gemeinde Uedem hatten sich dort versammelt, um der Verleihung des ersten Heimat-Preises der Gemeinde Uedem beizuwohnen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichung ist Teil des Förderprogrammes „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ des Landes NRW. Als Preisträger hatte die Jury aus sieben Vorschlägen die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Uedemerbruch 1925 e.V. ausgewählt.

In seiner Laudatio bedankte sich Bürgermeister Rainer Weber zunächst bei allen ehrenamtlichen in Uedem und Umgebung Tätigen und würdigte deren besonderen Einsatz in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport. „Die Ehrenamtlichen sind der Motor unseres gemeindlichen Zusammenlebens. Ohne die unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfer könnten viele Aufgaben in unserer Gemeinde nicht so erfolgreich bewältigt werden. Das Ehrenamt ist eine Stütze und eine Stärkung für die Gesellschaft und das soziale Miteinander“, führte Bürgermeister Weber in seiner Ansprache aus. Einen besonderen Dank sprach er auch den weiteren, für den Preis vorgeschlagenen sechs Vereinen für ihre wertvolle gesellschaftliche Arbeit aus. Als der Gemeinderat den Beschluss fasste, einen Heimat-Preis zu verleihen, war festgelegt worden, dass dieser ausschließlich an in der Gemeinde aktive, ehrenamtliche Gruppen oder Vereine vergeben werden dürfte, so Weber. Außerdem sei eine der folgenden Preiskriterien zu erfüllen gewesen: Verdienste um die Heimat, Pflege und Förderung von Bräuchen, sowie Erhalt von Kultur und Tradition.

Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Uedemerbruch erfülle jedes der drei Kriterien in besonderem Maße, teilte der Bürgermeister mit. Die über 220 Mitglieder der Bruderschaft engagieren sich im und für das Dorf Uedemerbruch, indem sie zum Beispiel neue Einwohner besuchen und sie ermutigen, in den zahlreichen Gruppen und Vereinen des Dorfes aktiv zu werden. Vielfältige Aktionen zur Verschönerung des Dorfes, Königschießen, die jährliche Kirmes, Osterfeuer und viele andere Veranstaltungen prägen das Dorfleben. Darüber hinaus sei die Schützenbruderschaft, insbesondere deren Jungschützenabteilung, auch sportlich überaus erfolgreich.

„Die Gemeinde Uedem braucht Menschen wie euch. Durch euer ehrenamtliches Engagement gestaltet ihr das Leben und das Miteinander in eurem Dorf, aber auch in unserer Gemeinde maßgeblich mit“, bedankt sich Bürgermeister Weber in seiner Laudatio.
Danach überreichte Bürgermeister Weber die gerahmte Siegerurkunde stellvertretend für die gesamte Bruderschaft an den 1. Brudermeister Mario Wehren, dessen Stellvertreter René Hoffmann und den amtierenden Schützenkönig Johannes XI. van Gemmeren. Der 1. Brudermeister bedankte sich im Namen aller Vereinsmitglieder für die Auszeichung durch den Gemeinderat. Dass in Zeichen von Digitalisierung und Globalisierung lokales Engagement gefördert und anerkannt werde, sie ein wichtiges Signal und eine große Motivation. Es erfülle ihn mit Stolz, dass der erste Uedemer Heimat-Preis, in einer Zeit, in der Schützenvereine vielerorts nicht mehr als zeitgemäß gelten, nach Uedemerbruch gehe. Die Bruderschaft verstehe sich tatsächlich nicht nur als Schützenverein, sondern als Verein für alle Einwohnerinnen und Einwohner, die sich bewusst gegen ein anonymes Nebeneinanderwohnen und für ein Miteinander entschieden haben.

Einen persönlichen Dank richtete Wehren an den geschäftsführenden Vorstand und lobte insbesondere die äußerst fruchtbare Jugendarbeit der Schießmeister Frank Neu und Hubert Hoffmann sowie der Jungschützenmeisterin Julia Thesing und Jan van Gemmeren. Besonders hervorzuheben sei auch die Rolle des Ehrenbrudermeisters Paul Welles, der den Verein in jahrzehntelangem Engagement vorangebracht und die Bruderschaft als Preisträgerin vorgeschlagen hat.

Bis in den späten Abend wurde das gemütliche Beisammensein gefeiert. Die an die Wand projezierte Fotodokumentation, mit der sich die Schützenbruderschaft um den Heimat-Preis beworben hatte, sorgte zudem für interessante Gespräche und unterhaltsame Anekdoten.