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General Kemmler ist zurück aus Bosnien-Herzegowina - Selbstgesteckte Ziele erreicht

Kalkar. Nach über sechs Monaten Auslandseinsatz in Bosnien-Herzegowina ist jetzt Brigadegeneral Gerhard Kemmler an seinen Schreibtisch in der Kalkarer von-Seydlitz-Kaserne zurückgekehrt. Gemeinsam mit sieben weiteren Soldaten des Luftwaffenstandortes Kalkar / Uedem war General Kemmler zuletzt im EUFOR-Hauptquartier in Sarajewo eingesetzt.

In der bosnischen Hauptstadt war Kemmler nicht nur Chef des Stabes der EU-geführten Operation ALTHEA, sondern als Kommandeur Deutsches Einsatzkontingent auch Vorgesetzter aller in Bosnien-Herzegowina eingesetzten deutschen Soldaten. Mitte September vergangenen Jahres war der General mit seinen engsten Mitarbeitern aus Kalkar und Uedem auf den Balkan geflogen. Der Kommandeur des Kommandos Operative Führung Luftstreitkräfte (KdoOpFüLuSK), Generalleutnant Friedrich-Wilhelm Ploeger, hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen Stellvertreter persönlich am militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn abzuholen.

Sehr viel Arbeit habe er gehabt in den vergangenen Monaten berichtete General Kemmler nach seiner Ankunft. „Wir haben unsere selbstgesteckten Ziele erreicht“, so das zufriedene erste Resümee des Offiziers.
Der Einsatz in Bosnien-Herzegowina, der in der deutschen Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen wird, sei nach wie vor erforderlich. „Bosnien-Herzegowina hat noch einen sehr steinigen Weg vor sich“, weiß General Kemmler.
Die nach wie vor vorhandenen Konflikte zwischen den verschiedenen Volksgruppen führen bereits seit Jahren zu einer politischen Selbstblockade des Landes. Trotz massiver finanzieller Hilfe aus dem Ausland steht Bosnien-Herzegowina praktisch vor der Pleite.

Von wertvollen persönlichen Erkenntnissen berichtete nicht nur General Kemmler, sondern auch die Kameraden, die ihn in den Einsatz begleitet hatten. „Ich habe sehr viel gesehen und wertvolle Erfahrungen gesammelt“, äußerste sich beispielsweise Oberleutnant Tim Titman, der ebenso wie General Kemmler seinen Dienst normalerweise im KdoOpFüLuSK verrichtet.
Auch der Uedemer Hauptfeldwebel Martin Tiemann nimmt viel mit aus den vergangenen Monaten. „Wenn man sieht wie die Menschen dort unten leben“, so Tiemann, „dann weiß man doch erst mal wie gut es uns hier in Deutschland geht.“ Martin Tiemann war nach seiner Rückkehr ungeduldig von seiner Frau und seinen beiden Töchtern erwartet worden. Brigadegeneral Kemmler wird jetzt wieder seinen Dienst als Stellvertreter des Kommandeur und Chef des Stabes KdoOpFüLuSK aufnehmen.

 

Foto: Oberstabsfeldwebel Klaus Sattler