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„Gläserne Hostienbäckerei“ in „Unverwechselbar Kevelaer“ - Tag der Offenen Tür mit „Backtag“

Kevelaer – Die „Gläserne Hostienbäckerei“ in Kevelaer öffnet nun mit einem Tag der Offenen Tür ihre Pforten. Nach insgesamt zweijähriger Planungs- und Umbauphase wird der Marienwallfahrtsort um eine Facette reicher. Unweit des Kapellenplatzes haben in den vergangenen Monaten die Handwerker das Bild in dem Objekt an der Neustraße bestimmt.

Nun können sich die Interessierten am Verkaufsoffenen Sonntag, 28. März, zwischen 13 und 18 Uhr die Backstube und die Verarbeitungsräume anschauen. „Die Gläserne Hostienbäckerei wird ein weiteres Stück ‚Unverwechselbar Kevelaer’“, freut sich Kevelaers Wirtschaftsförderin Ruth Keuken über die gelungene Ansiedlung.

Über die Schulter schauen
„Wir öffnen die Kevelaerer Hostienbäckerei für die Besucher, die uns während der Herstellung über die Schulter schauen möchten“, so Hostienbäcker Thomas Held. Die deckenhohen Glaswände ermöglichen hierbei einen eindrucksvollen Blick in die Produktion der Hostien. Zahlreiche Gemeinden in ganz Europa erhalten bereits seit einigen Monaten Postpakete aus Kevelaer, denn der Backbetrieb läuft seit Oktober 2009.
Neben Thomas Held sind eine weitere Vollzeitkraft sowie drei Aushilfen in der Hostienbäckerei tätig. Im Vorfeld der offiziellen Eröffnung haben bereits 1.500 Besucher die Möglichkeit einer Führung genutzt. Insbesondere bei den Erstkommunionkindergruppen aus den Bistümern Münster, Köln und Aachen kamen die Führungen und die Möglichkeit, selbst einmal eine Hostie auszustanzen, gut an. Führungen durch die „Gläserne Hostienbäckerei“ können auch über den Verkehrsverein Kevelaer gebucht werden, der Pauschalangebote für interessierte Gruppen anbietet.

„Backtag“ am 28. März
Beim Tag der Offenen Tür am Verkaufsoffenen Sonntag erleben die Besucher, wie an einem „Backtag“ die Hostien hergestellt werden, die ausschließlich aus Mehl und Wasser bestehen. Dieses ungesäuerte Brot, das beim letzten Abendmahl Jesu zu Pascha gereicht wurde, erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, die wegen des hastigen Ausbruchs nur ungesäuertes Brot herstellen konnten. Eine Filmvorführung liefert erläuternde Informationen zur Produktion und erschließt den Besuchern den historischen Hintergrund.
Darüber hinaus können die Besucher selbst Hostien ausstanzen. Anschließend lädt das gemütliche Café Manna zum Verweilen ein. Hier bietet Thomas Held neben Knabbertüten mit Bohrresten auch Brotstundenkisten für den Kommunionunterricht an. Neben Hostien in verschiedenen Größen und Bohrresten zum Verkosten enthält sie eine DVD über den Prozess des Hostienbackens sowie Informationen zum religiösen Hintergrund.

Fotos: (c) yavurzaslan.com