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U-Boot-Tests im Embricana

Emmerich. „Was ist denn da im Wasser?“ mögen sich einige Besucher des Emmericher Freizeitbades Embricana jetzt gefragt haben. Das was die Badegäste zur ihrer Verwunderung sahen, war ein Aqua-Cycling-Bike, das sich samt Fahrer vollständig unter Wasser befand. Der Fahrer war mit Neoprenanzug und Sauerstoffgerät ausgestattet. Eine zweite Person, ebenfalls mit einem Neoprenanzug bekleidet und Sauerstoff versorgt, begleitete das Treiben unter Wasser.

Nein, es wurde nicht, wie man vielleicht vermuten konnte, eine neue Sportart erprobt, sondern es handelte sich um Tests des Submarine-Teams der Hochschule Rhein-Waal aus Kleve. Seit 2013 bauen Studenten der Hochschule bionische Unterwasserboote. Dabei nutzen die Studenten Prinzipien aus der Natur, die sie versuchen in die Technik zu übertragen. Während das erste U-Boot, das 2013 entstand, seinen Urspung bei den Haien fand, orientiert sich der Nachfolger „INIA“ an einen Delphin. 2014 gewann das Submarine-Team mit „INIA“ in England den Innovationspreis. Auch in diesem Jahr werden die Studentinnen und Studenten der Hochschule Rhein-Waal als einziges deutsches Team im Juni am internationalen U-Boot-Rennen in Washington DC teilnehmen. Dazu sollte das U-Boot erstmals optimiert werden.

Das Embricana half gerne dabei und stellte dem Team Wasserfläche und ein Cycling-Bike kostenlos zur Verfügung. „Mit dem Cycling-Bike können wir untersuchen, in welcher Frequenz wir paddeln können, das ist wichtig für die Konstruktion der Flossen“, erklärt Team-Captain Leandra Hamann, warum die Tests so wichtig sind.

Eine weitere Erkenntnis, die gewonnen werden konnte, ist, wie viel Sauerstoff der Capitain benötigt, der das U-Boot mit seinen Beinen antreibt: „Bisher hatten wir immer genügend Sauerstoff dabei und konnten leere gegen volle Flaschen tauschen. Mit Hilfe der Test können wir genau berechnen, wie viel Sauerstoff in welcher Zeit verbraucht wird“, so Leandra Hamann, die das U-Boot im Wechsel mit ihrem Co-Captain Etienne Babnik in Washington DC steuern wird. Dann wird das Schwimmbecken im Übrigen etwas größer sein, denn die internationalen Rennen finden in so genannten Militärpools statt, die bis zu 200 Meter lang sind.

„Wir freuen uns, dass wir das Team bei der Forschung unterstützen konnten und wünschen den Studenten in Washington viel Erfolg“, zeigte sich Embricana-Geschäftsführer Udo Jessner von so viel Engagement begeistert.

Fotoquelle: Embricana