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Spannendes Königschießen in Wardt

obere Reihe: Rainer Hußmann, Margret Willemsen, Heinz-Josef Bühren, Karl-Georg Scholten, Kai Schmitz, Rolf Schmitz, Thomas Heck, Bernd Stadie untere Reihe: Barbara Hußmann, Isabella Hußmann, Sarah Heinen, Tim Schmitz, Königspaar Thomas und Kathi van den Broek, Georg Janßen, Wilhelm Willemsen (v.l.n.r.)Am vergangenen Samstag begann das offizielle Schützenfest der St.Willibrord-Schützen in Wardt mit dem traditionellen Vogelschießen an der Kirche. Nach den Ehrenschüssen entwickelte sich ein flotter Wettbewerb von 78 Schützinnen und Schützen, so dass die Preise schon nach zwei Stunden von der Stange geschossen waren. Vogelbauer Jan Wienemann erweiterte den Rumpf spontan um zwei weitere Sonderpreise, so dass es erst weitere zwei Stunden später hieß: Aspiranten vortreten! Nach kurzem und bangem Warten rief Brudermeister Heinz-Josef Bühren dann zum freien „Lockerschießen“ auf, an dem sich etwa ein Dutzend Schützen lebhaft beteiligte.

Als besonders mutig erwiesen sich dabei u.a. Thilo Heinen, Mario und Lennart Laakmann, deren Schüsse so gut trafen, dass der Vogelrest kräftig Federn lassen musste. Mit Spannung beobachteten die Zuschauer das Finale. Jeder Schuss konnte der letzte sein. Kaum noch erkennbare Reste des ursprünglich prächtigen Vogels zitterten an der Stange als schließlich nur noch Josefa Arntzen, Rolf Schmitz und Thomas van den Broek abwechselnd die letzten Schüsse abgaben. Letztlich gab der Kassierer der Bruderschaft Thomas van den Broek um 21.16 Uhr den glücklichen Königsschuss ab. Nach lautstarken Jubelrufen erklärte er seine Frau Kathi zur Königin. Zu später Stunde trat die Bruderschaft schließlich zur Proklamation an, um anschließend kräftig auf das Wohl des neuen Königspaares anzustoßen. Zum Throngefolge zählen Arno und Susanne Baumann, Wolfgang und Petra Buth sowie Lucas Buth und Jaana van den Broek.

Die Vogelpreise gingen an Ludger Vries (Kopf: Johann-Willemsen-Gedächtnispreis), Bernd Stadie (Rechter Flügel: Johannes-Pieper-Gedächtnispreis), Josefa Arntzen (Linker Flügel), Christian Janßen (Stert) sowie Carsten Rösen und Heinz Egink (Sonderpreise). Zuvor hatte bereits das Tambourcorps sein internes Preisschießen durchgeführt, das bei den Jugendlichen folgende Platzierungen ergab: 1. Sophie Angenendt , 2. Max Sinsel, 3. Linus Wolny, 4. Gesa Hußmann und 5. Robin Joosten. Die erwachsenen Spielleute erreichten diese Rangfolge: 1. Susi Heinen, 2. Torsten Janßen, 3. Rolf Schmitz, 4. Thomas Heck, 5. Rainer Hußmann, 6. Georg Janßen, 7. Kai Schmitz, 8. Tim Schmitz und 9. Daniel Venhoff.

Der Sonntag begann mit einem festlichen Hochamt in der Kirche, an dessen Ende Kaplan Rothe das Königssilber segnete, das dann dem neuen König erstmals angelegt wurde. Auf dem Friedhof erfolgte anschließend die traditionelle Gefallenenehrung, bei der das frisch renovierte Ehrenmal erneut eingesegnet wurde. In Anwesenheit von Bürgermeister Thomas Görtz dankte der frühere Brudermeister Tanko Scholten der Stadt für die erfolgreiche Bemühung um öffentliche Mittel, die diese aufwändige Erneuerung möglich gemacht hatte. Desweiteren erinnerte er in einer kurzen Ansprache an den Auftrag derjenigen, die als überlebende Kriegsteilnehmer das Ehrenmal errichtet hatten an die Nachwelt: Nie wieder Krieg!

Nach dem Frühschoppen rief der Vorstand des Tambourcorps zu Ehrungen auf und zeichnete Kai und Tim Schmitz für zehnjährige Mitgliedschaft aus sowie Barbara Hußmann und Michaela Fickinger für aktive 20 Jahre im Spielmannszug. Einmalig in der fast hundertjährigen Geschichte des Wardter Musikzuges ist allerdings das Verdienst von Rolf Schmitz, der seit 50 Jahren ununterbrochen aktiver Spielmann ist. Der Stellvertretende Bezirksbundesmeister Wilhelm Willemsen zeichnete gemeinsam mit dem Bezirkskönig Rainer Hußmann weitere verdienstvolle Schützen aus: Karl-Georg Scholten erhielt das Silberne Verdienstkreuz u.a. für seine Mitarbeit als Fahnenträger und Feldwebel, Isabella Hußmann, Sarah Heinen und Tim Schmitz jeweils den Jugendverdienstorden in Bronze für ihre vorbildhaften Tätigkeiten im Tambourcorps.

In den Mittagsstunden standen die Kinder im Mittelpunkt. Neben diversen Spielaktivitäten war die Armbrust für den Nachwuchs präpariert worden, so dass Jungen und Mädchen ab 8 Jahren ihre Zielfähigkeiten erproben konnten. Vogelbauer Jan Wienemann hatte einen weiteren prächtigen Adler gezimmert. Die Preise gingen an Tim Schulze (Kopf), Linus Wolny (Rechter Flügel), Maximilian Sinsel (Linker Flügel), Nico Sinsel (Stert), Lea Bender (Rechter Fuß) und Kathi Spättmann (Linker Fuß), die außerdem noch die Prinzessinnenwürde erlangte. Zum Prinzen an ihrer Seite erwählte sie Louis Wolny. Den Abschluss der Schießwettbewerbe bildete das Preisschießen der Bruderschaft auf neun Holztauben an der Vogelstange. Der Vater der frisch gekürten Prinzessin Christian Spättmann stand seiner Tochter dabei nicht nach und erlangte mit dem Heinrich-Hegmann-Gedächtnispreis den Hauptpreis des Wettbewerbs.
Es folgten auf den Plätzen Jannek van Bebber (2.), Adjutant Arno Czernik (3.), Gaby Schroers (4.), Karl Heien (5.), Manfred Winkelmann (6.), Nico Rösen (7.), Gruppenführer Winfried Venhoff (8.) und Heike Hußlein (9.).