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Jagdschule Waidmannsdank eröffnet neuen Standort in Wachtendonk

Horst Heuken (li) mit Gerda Kahler und Dr. Wilhelm MüllerWachtendonk.. Einen weiteren Standort der Jagdschule Waidmannsdank will der erfahrene Jagdaufseher Horst Heuken in Wachtendonk eröffnen. Teilnehmer und Interessenten sollen mehr über das Wild am Niederrhein und den Umgang damit lernen. Der erste Kurs in Wachtendonk beginnt im November.Vorgestellt wird der Kurs am 11. September 2015 um 18 Uhr beim Kooperationspartner der Jagdschule  "Jagd und Mode Heistrüvers" in Wachtendonk. 

Es geht Horst Heuken, der seit 38 Jahren Inhaber des Jagdscheines und auch seit 1995 als Verbandsrichter tätig ist, um den Erhalt des heimischen Wildes und für einen Laien hört sich das erstmal seltsam an. “Das ist es aber keinesfalls“, erklärt Heuken und weist darauf hin, dass viele Vorurteile diesem Beruf gegenüberstehen. Jagen ist viel mehr, es geht darum, die Wildbestände zu erhalten und das über Generationen. Denn leider sind schon einige Tierarten ausgestorben, dem möchte Hans Heuken entgegenwirken. " Geschossen wird dann, wenn es sein muss, zum Beispiel wenn sich einzelne Arten zu stark entwickeln und dadurch andere Tiere gefährden. "Die Population der Füchse hat fatal zugenommen."

"Teilnehmer können in unserer Jagdschule einen Jagdschein machen, wir bieten aber auch Kurse für Naturfreunde an, die sich für das Leben der Tiere interessieren. Unser Ziel ist es, die Menschen für das Wild in unserer Region zu sensibilisieren", sagt Heuken. Geübt wird in einem Revier bei Kaisersesch in der Eifel. Ein Kurs dauert circa 10 Wochenenden und beinhaltet den Erwerb des Jagdscheins, der Jagdpraxis, der Wildtierkunde und der Waffenkunde. Unterstützt wird er hierbei von drei weiteren erfahrenen Ausbildern, Gerda Kahler, Dozentin für Schalenwild und Wildtierkunde- und Krankheiten und Dr. Wilhelm Müller aus Kalkar, der Jagdwaffenkunde lehrt und die Schießausbildung übernimmt. Dr. Gabriel Recnik aus Duisburg unterrichtet die Teilnehmer in Waffenrecht.

Heuken selbst doziert zu den Themen Niederwild und Greifern und nennt die Ausbildung auch „Das grüne Abitur“. "Wir wollen junge Menschen naturnah und nachhaltig ausbilden, die sich für Jagd und Natur begeistern. In den Kursen finden maximal 15 Teilnehmer Platz. Interessierte können den Jagdschein aber auch im Einzelunterricht oder in Kleingruppen zu erwerben. Auch für die Nachbetreuung ist gesorgt, denn auch hier erlernt man die richtige Praxis erst nachher.

Text und Foto: Petra Simons