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Neue Flüchtlingsunterkunft Xanten zu kostenintensiv

Xanten. Bekanntlich plant die Stadt Xanten am Standort Küvenkamp im Gewerbegebiet den Bau einer größeren Flüchtlingsunterkunft. Hierfür sind im Haushalt 2016 4 Mio. Euro vorgesehen und der Rat hatte bereits im Vorfeld der Haushaltsverabschiedung dieser Maßnahme mit großer Mehrheit zugestimmt. Nachdem nunmehr die Angebote der Bieterfirmen, die den Bau dieser Unterkunft angeboten haben, vorliegen, machte sich jedoch Ernüchterung im Xantener Rathaus breit.

Mit Angebotssummen in der Größenordnung von über 7 Mio. Euro statt der eingeplanten 4 Mio. Euro sei das Projekt in dieser Form nicht finanzier- und durchführbar, erklärten Bürgermeister Thomas Görtz sowie DBX-Vorstand und Technischer Dezernent Niklas Franke.
Deshalb zogen beide hier die Notbremse und haben die Ausschreibung aufgehoben, nachdem zuvor auch alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen hierüber informiert wurden und dazu ihr Einverständnis erklärt hatten.

„Der Bau einer Flüchtlingsunterkunft in dieser finanziellen Dimension ist der steuerzahlenden Xantener Bevölkerung nicht erklär- und vermittelbar“, betont Xantens Verwaltungschef Thomas Görtz. Deshalb werde nun mit Hochdruck an alternativen Konzepten gearbeitet, um über eine erneute Ausschreibung Ergebnisse zu erzielen, die möglichst im vorgegebenen Kostenrahmen bleiben. „Selbstverständlich werden wir hierbei auch über Standards diskutieren müssen“, betonte DBX-Vorstand Niklas Franke.

Sowohl Görtz als auch Franke bekräftigten, dass der in der Ratssitzung am 15.03.2016 zur Verabschiedung anstehende Haushalt in unveränderter Form mit den eingeplanten 4 Mio. Euro vom Rat beschlossen werden könne. Ziel sei es nun, mit einer funktionalen, menschenwürdigen Unterkunft den im Haushalt vorgegebenen Kostenrahmen möglichst einzuhalten. Selbstverständlich sei der Arbeitskreis Asyl über die geänderte Vorgehensweise vorab informiert worden und werde auch in die weiteren Überlegungen mit einbezogen.