• Regionales

  • 1

Bergbauausstellung geht in den Endspurt

Issum. Noch bis zum 07. August läuft die Ausstellung im Issumer His-Törchen. Viele Besuchergruppen, aber auch einzelne Gäste, fanden bereits den Weg in die Issumer Kunst- und Heimatstube. Soweit es seine Zeit zulässt ist auch Aussteller Jürgen Paul selbst zur Stelle, um Fragen zu beantworten und mit den Besuchern in alten Zeiten zu schwelgen. Fast mit jedem Ausstellungsstück verbindet ihn eine Geschichte. Manches hat er selbst geschenkt bekommen, vieles mühsam zusammengetragen. Nach seinen sehr erfolgreichen Ausstellungen in den Jahren 2000 und 2009 stellt Jürgen Paul zum inzwischen 3. Mal Zeugnisse aus 200 Jahren Bergbau-Geschichte aus.

Jürgen Paul hat selbst fast 40 Jahre auf der Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort gearbeitet. Sein Weg führte ihn dort vom Betriebsschlosserlehrling bis zum Obersteiger. Der Bergbau ist sein Leben. In seinem Ruhestand hat Jürgen Paul seinen Beruf kurzerhand zum Hobby gemacht. Er sammelt leidenschaftlich alles, was mit dem Bergbau zu tun hat. Zu sehen sind zum Beispiel Grubenlampen, einige sind 200 Jahre alt. Außerdem zeigt die Ausstellung eine Vielzahl verschiedenartigster Geräte, vom Gezähe der Bergleute über spezielle Kohlendrehbohrmaschinen und Gesteinsbohrhämmer mit den dazugehörigen Bohrstangen und Bohrkronen.
Natürlich sind auch eine Reihe von Dokumenten ausgelegt, die zu einem Bergmannsleben gehörten, wie Bergmannsbuch, Knappen- und Hauerbrief, Lohnausweiskarten, Satzungen der IGBE und Knappschaft usw. Ausgestellt werden Aktien, Urkunden und Medaillen, aber auch diverse Messgeräte, Exponate über Grubenrettungswesen, Zündmaschinen für Sprengungen und vieles mehr.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die Sammlung, die sich mit der Geschichte des ehemaligen Steinkohlenbergwerks Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort befasst.
Führungen können auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten organisiert werden. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Issumer His-Törchen unter 02835-1024.