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Direktor Kurt Kreiten: „Wir verstehen uns als Ort des offenen Dialogs“

Weihbischof Rolf Lohmann, Wasserburg-Direktor Kurt Kreiten und Dechant Stefan Notz (von links) stießen mit einem Glas Sekt auf den runden Geburtstag der Wasserburg an. Kleve-Rindern . Mit einem Sommerfest ist auf der Wasserburg Rindern am 6. September das 70-jährige Bestehen des katholischen Bildungszentrums gefeiert worden. Dazu waren aktive und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso eingeladen wie einige Freunde der Wasserburg. Begonnen wurde das Sommerfest mit einem Gottesdienst in der hauseigenen Kapelle. Dieser wurde geleitet von Weihbischof Rolf Lohmann sowie Dechant Stefan Notz, dem Rektor der Kapelle.

Die Arbeit auf der Wasserburg diene dazu, den Besucherinnen und Besuchern das Wort Gottes aufzuschließen und zu verkünden, sagte der Weihbischof. Dies sei ein großer und wichtiger Dienst, der übrigens allen getauften und gefirmten Christen zukomme. „Es geht um unser eigenes Zeugnis“, betonte Lohmann. Die Wasserburg sei ein Ort, an dem die Kirche auch mit jenen in Kontakt treten können, die Schwierigkeiten mit ihr haben. „Aber auch sie gehören zum Volk Gottes“, unterstrich der Weihbischof. Bei einem runden Geburtstag dürfe es nicht darum gehen, mit Bedauern darauf zurückzuschauen wie es früher war. Lohmann: „In Zukunft müssen wir es anders machen als bisher, die Menschen warten darauf. Das Evangelium ist kein Text der Vergangenheit, er spricht in diesem Moment zu uns.“

Abschließend bedankte er sich bei allen Menschen, die zum erfolgreichen Bestehen der Wasserburg in den vergangenen sieben Jahrzehnten beigetragen haben. Die Einrichtung habe sich bestens etabliert. „Viele Menschen sind durch die Angebote der Wasserburg gestärkt nach Hause gegangen, für diesen Dienst möchte ich Ihnen Dank und Anerkennung aussprechen“, wandte sich Lohmann an die Gläubigen in der Kapelle.

Bei einem Sektempfang blickte dann Dr. Kurt Kreiten, seit mehr als 28 Jahren Direktor des Bildungszentrums, auf die Geschichte des Hauses und einige prägende Persönlichkeiten zurück. Er erinnerte an eine hohe Kontinuität in der Leitung und bei den Mitarbeitern, „das spricht für einen schönen Arbeitsplatz, an welchen wir tätig sein dürfen“, bekräftigte er. Auch schwierige Zeiten habe das Haus überstanden, sagte Kreiten und verwies auf viele Einrichtungen, die in im Laufe der Jahre schließen mussten.

Die Wasserburg verstehe sich als Ort des offenen Dialogs, der sachgerechten Informationsvermittlung und der persönlichen Entwicklung des Einzelnen. Dabei gebe sie in einer schnelllebigen Zeit Raum und Zeit für Orientierungs- und Entwicklungsprozesse in jeder Lebensphase. Dies geschehe auf Grundlage der Katholischen Soziallehre sowie des christlichen Menschen- und Gesellschaftsbildes. „Ich wünsche dem Bildungshaus vom Niederrhein gute und erfolgreiche Perspektiven für die vor uns liegenden Jahre, die mit großen Herausforderungen für den Kulturwandel n den christlichen Kirchen Deutschlands einhergehen“, schloss der Direktor seine Gedanken (pbm/cb)

Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer