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StiftsMuseum Xanten zeigt „Gesichter Xantener Juden“

Gesichter Xantener JudenSally Bruckmann, Lieselotte Markus, Rosa Stern, Arthur Seldis, Clara Blumenthal, Julius und Erna Misch, Hermann Passmann, Hedwig Alexander, Bernhardine Liebmann – die Liste der Namen ließe sich fortsetzen. Es sind die Namen von Xantener Juden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (1933 – 1945) verfolgt, vertrieben und ermordet wurden.
Im Rahmen eines Kunstprojektes erinnern Schülerinnen der Klasse 10 der Marienschule Xanten an diese Menschen und ihr tragisches Schicksal. Angeleitet durch ihre Kunstlehrerin Eva Mesmann und die Künstlerin Laula Plaßmann gestalteten die Schülerinnen 22 kunst¬volle Stelen und gaben den jüdischen Bürgern Xantens ein Gesicht.

Umfangreiche Recherche, kreative Umsetzung
Die Schülerinnen begannen zunächst Einzelschicksale zu recherchieren. Sie fragten im Stadtarchiv, forschten im Internet, telefonierten mit Botschaften und „Yad Vashem“, dem wichtigsten Dokumentations¬zentrum für jüdische Opfer. Nach der Recherche und der intensiven Beschäftigung mit Einzelschicksalen begannen die Schülerinnen mit der Gestaltung von Erinnerungs- bzw. Grabstelen. Sie sägten, schleiften und malten – und porträtieren auf diese Weise insgesamt 31 Xantener Juden.

Gemeinschaftsprojekt
Das Stelenprojekt „Gesichter Xantener Juden“ ist eine gemeinschaftliche Aktion der Künstlerin Laula Plaßmann, der Stadt Xanten und der Marienschule Xanten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Katholischen Propsteigemeinde St. Viktor Xanten und der Evangelischen Kirchengemeinde Xanten-Mörmter. Gefördert wurde das Projekt von der Firma Hülskens GmbH, Wesel, und vom Förderverein Marienschule Xanten e.V.
Es ist ein Faltblatt zur Ausstellung erschienen. Außerdem haben die Schülerinnen Texte zu ihren Stelen verfasst, die in einem kleinen Leseheft in der Ausstellung als Erläuterung gelesen werden können.

Spezialangebot für Schüler/innen und ihre Familien
Das StiftsMuseum Xanten macht Schüler/innen, die mit ihren Eltern oder Großeltern die Ausstellung „Gesichter Xantener Juden“ anschauen wollen, ein spezielles Angebot: Als Begleiter ihrer Kinder und Enkel zahlen Eltern und Großeltern jeweils nur einen Euro Eintritt pro Person – statt des Regeleintrittspreises von vier Euro pro Person. Wir wollen damit den Dialog der Generationen zu diesem wenngleich traurigen, so doch wichtigen Thema aus unserer näheren Geschichte fördern und hoffen auf reges Interesse. Das StiftsMuseum wird in diesen Tagen alle weiterführenden Schulen in den Kreisen Wesel und Kleve gesondert zur Ausstellung „Gesichter Xantener Juden“ einladen. Gezielt sprechen wir die Altersgruppe ab 14 Jahre an.

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